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Panik am Markt Anleger wollen raus aus britischen Immobilienfonds

Am britischen Immobilienmarkt macht sich Angst breit: Nachdem das „Ja“ zum Brexit gefallen ist, fürchten zahlreiche Anleger, dass sich Unternehmen aus der Finanzmetropole London zurückziehen und Gewerbeimmobilienpreise dramatisch drücken. Viele versuchen deshalb, ihre Fondsanteile loszuwerden.

08.07.2016 - 10:00 Uhr | Quelle: Bloomberg in Immobilien

Britische Immobilienfonds mit einem Vermögen von zusammen mehr als 18 Milliarden Pfund (21,1 Milliarden Euro) haben inzwischen die Anteilsrücknahmen gestoppt, nachdem Anleger im Nachgang des britischen Brexit-Votums ihre Immobilien-Investments verkaufen wollen.

„Das erinnert einen an die Subprime-Fonds von Bear Stearns vor dem Lehman-Debakel. Das System lässt nicht zu, dass die Liquidität an die richtigen Stellen fließt. Wenn diese Immobilienfonds nur ein Indikator sind, dann könnten andere folgen. Ich meine, man sollte sich deshalb Sorgen machen.”

Bill Gross, Fondsmanager bei Janus Capital Group Inc., gegenüber Bloomberg TV

Investment-Gesellschaften stoppen Handel

Henderson Global Investors, Columbia Threadneedle Investments und Canada Life haben am Mittwoch den Handel bei Fonds mit einem Volumen von mindestens 5,7 Milliarden Pfund ausgesetzt. Aberdeen Fund Managers Ltd. senkte den Wert eines seiner Immobilienfonds um 17 Prozent und setzte die Rücknahmen aus, damit Investoren, die ihr Geld zurückwollen, sich noch einmal Zeit zum Nachdenken nehmen. Legal & General Group Plc teilte am Donnerstag mit, dass der Wert seines Immobilienfonds im Volumen von 2,3 Milliarden Pfund um weitere zehn Prozent gesenkt wird.