Riskante Anleihe-Investments Unter dieser Voraussetzung sind die Aussichten gut

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Anleger, die auf der Suche nach höheren Gewinnen in riskanten Bereichen des Anleihemarktes sind, finden im Moment ideale Bedingungen vor. Ein Kriterium sollte allerdings beachtet werden. Welche das ist, verraten die Kames-Capital-Fondsmanager Phil Milburn und David Ennett.

12.01.2017 - 12:1012.01.17 - 13:10
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Phil Milburn und David Ennett sind Fondsmanager bei Kames Capital. Sie sind der Ansicht, dass Anleger, die auf der Suche nach mehr Wertzuwachs in den riskanteren Bereichen des Anleihemarktes sind, 2017 ideale Bedingungen vorfinden – sofern es nicht zu einem Inflationsschock kommt.

„Wenn wir von einer galoppierenden Inflation verschont bleiben, ist unseres Erachtens das Klima ideal, ein höheres Kreditrisiko einzugehen, um 2017 Wertpotenzial zu erschließen – auch wenn das Frühjahr in dieser Hinsicht etwas heikel werden dürfte“, sagt Milburn. „Wir halten Anlagen mit einem Rating von Single B für optimal. Dabei bevorzugen wir Werte mit einer Laufzeit zwischen fünf und sieben Jahren und einer anständigen Rendite. Außerdem favorisieren wir Titel, deren Ertrag nicht übermäßig stark davon abhängt, dass gewichtige geopolitische Veränderungen zu ihren Gunsten ausfallen“, so Milburn weiter.

Ennett und Milburn machen deshalb einen großen Bogen um Unternehmensanleihen aus europäischen Peripherie- und Schwellenländern. „Letztere leiden häufig unter der immensen Schuldenlast in der Bilanz und nahezu immer unter einem Währungsrisiko. Die meisten werden in harter Währung ausgegeben, während ihre Erträge häufig auf Lokalwährung lauten“, erklärt Ennett.

Kabelfernsehbetreiber und Logistikunternehmen im Fokus

„Uns gefallen Unternehmen mit wiederkehrenden Einnahmeströmen wie Kabelfernsehbetreiber und Logistikunternehmen. Der US-amerikanische Dienstleister XPO Logistics ist zum Beispiel ertragreich und baut nach Übernahmen Schulden ab. Anleihen wurden aufgrund der Hoffnung auf Synergieeffekte und eine entsprechend starke Belebung der Cashflows und der Profitabilität zu günstigen Preisen ausgegeben“, nennt Ennett ein Beispiel.