RohstoffeWoher das Uran kommt

Auch wenn in Deutschland der Atomausstieg beschlossene Sache ist, besteht weltweit weiterhin eine hohe Nachfrage nach Uran, das in Brennelementen für Atomkraftwerke enthalten ist. Größter Produzent ist Kasachstan.

31.01.2018 - 14:50 Uhr31.01.18 14:50
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Uranbergbau in Ticaboo, Utah
Uranbergbau in Ticaboo, Utah© Getty Images

Laut der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) ist Kasachstan mit etwa 24.600 Tonnen Natururan der größte Produzent und hat damit einen Anteil von fast 40 Prozent an der Jahresproduktion weltweit.

Wie unsere Infografik zeigt, kommt Kanada mit 14.000 produzierten Tonnen an zweiter Stelle, noch vor Australien. Allerdings hat Australien die meisten nachgewiesenen Ressourcen (etwa 1,1 Millionen Tonnen), die bis jetzt aber nicht alle zu einem wirtschaftlichen Preis abgebaut werden konnten. Laut BGR gibt es weltweit noch 11,6 Millionen Tonnen Uran-Ressourcen. Damit besteht in absehbarer Zeit kein Engpass.

Infografik: Woher das Uran kommt | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

In Namibia ging im Jahr 2016 die im chinesischen Besitz befindliche Lagerstätte Husab in Produktion, die zukünftig zur weltweit größten Uranabbaustätte avancieren könnte. Ende des Jahres 2016 befanden sich 61 Kernreaktoren in 15 Ländern im Bau, darunter allein 21 in China.