RohstoffeGoldregen vom Himmel über Sibirien

Millionenwerte sollten gut bewacht werden. Ein Knackpunkt ist der sichere Transport. Der ist bei russischen Flugzeugen nicht immer gewährleistet, wie das Minenunternehmen Kinross Gold erfahren musste.

22.03.2018 - 13:20 Uhr22.03.18 13:20
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Pferdeschlitten in Sibirien: Manchmal regnen Schätze vom Himmel über der Taiga
Pferdeschlitten in Sibirien: Manchmal regnen Schätze vom Himmel über der Taiga© Pixabay

Neulich in Sibirien: Statt Eis und Schnee fielen Gold- und Silberbarren vom Himmel. Eine wunderwirksame Ikone? Nein. Ein großzügiger Oligarch, der seine ärmeren Landsleute beglückt? Auch falsch. Die Erklärung ist viel banaler. Der kanadische Minenkonzern Kinross Gold hatte eine Antonow gechartert, ein traditionelles Frachtflugzeug, um Gold und Silber im Wert von über 300 Millionen Euro aus seiner Mine Kupol abzutransportieren. Nach einer Zwischenlandung in Jakutsk rutschte die mehrere Tonnen schwere Fracht plötzlich unkontrollierbar durch den Frachtraum, die Klappe löste sich, die Barren purzelten heraus und verteilten sich auf dem Rollfeld und im Umfeld des Flughafens.

Nach dem unfreiwilligen Goldregen landete die Antonow wieder in Jakutsk. Die Polizei vor Ort riegelte sofort den Flughafen ab. Alle Barren seien gefunden und aufgesammelt worden. Verluste habe es keine gegeben. Der Kurs der Aktie von Kinross Gold stieg in den vergangenen Tagen um fast vier Prozent. Das Vertrauen der Investoren in das Unternehmen scheint nicht erschüttert.