Rohstoffpreise Zink im Zenit?

Heiß begehrt und knapp vorhanden: Anleger wetten weltweit auf eine anhaltende Zink-Rally. Doch der Preiszyklus des Rohstoffs ist schon weit fortgeschritten. Lohnt sich ein Einstieg noch?

17.03.2017 - 12:1117.03.17 - 17:38
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Zenit-Fotoapparat: Zink wird für den Korrosionsschutz, für Bleche und Batterien, aber auch für Fotopapier verwendet
Zenit-Fotoapparat: Zink wird für den Korrosionsschutz, für Bleche und Batterien, aber auch für Fotopapier verwendet© Pixabay

Vergangenes Jahr ging es fast nur aufwärts mit dem Zinkpreis. Im März 2016 kostete eine Tonne noch 1.750 US-Dollar (1.624 Euro), aktuell sind es 2.811 US-Dollar (2.610 Euro). Wie kam die Rally zustande? Zum einen wird Zink weltweit als Korrosionsschutz für Stahl- und Eisenteile benötigt. Außerdem gehört der Rohstoff zu den wichtigsten Materialien für negative Elektroden (Anoden) in nicht wieder aufladbaren Batterien und wird in der Bauindustrie zu Blech verarbeitet. Kurzum: Die Nachfrage ist hoch.

Gleichzeitig sinkt das Angebot. Mehrere große Minen wurden geschlossen. Vergangenes Jahr ging mit der Century in Australien die drittgrößte Mine der Welt außer Betrieb. Manche Förderer wie beispielsweise Korea Zinc senken die Produktionsmengen.

Viel Nachfrage, wenig Angebot

All dies führt zu Angebotsengpässen und Preisanstiegen. Alle suchten händeringend Nachschub, sagt UBS-Analyst Daniel Morgan. „Die Gewinner sind die Minenbetreiber, und die Verlierer sind die Verarbeiter, die um Erz kämpfen müssen.“ Zu den größten Förderern gehören aktuell China, Peru, Australien, die USA und Mexiko