Sauren Fonds-Research Warum Multi-Asset-Lösungen Mischfonds davonziehen

Düstere Aussichten für Anleger von Mischfonds: Die Fondskategorie wird in den nächsten Jahren nur noch magere Renditen abwerfen. Damit rechnet zumindest der erfahrene Dachfondsmanager Eckhard Sauren. Und er hat eine deutlich bessere Lösung parat.

14.12.2015 - 12:4214.12.15 - 15:52
|
Von: 
|
in  Fonds
|

Mischfonds sind derzeit bekanntlich Anlegerliebling Nummer eins. Laut den jüngsten Zahlen des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI) flossen ihnen in den ersten drei Quartalen 2015 rund 33 Milliarden Euro zu. Das von den BVI-Mitgliedern in Mischfonds verwaltete Fondsvolumen stieg damit per Ende Oktober auf knapp 214 Milliarden Euro, so viel wie noch nie.

Doch das Geld ist womöglich schlecht angelegt. So sieht es Dachfonds-Anbieter Sauren. Denn das renommierte Fondshaus und sein Geschäftsführer Eckhard Sauren erwarten eine „Zeitenwende bei Mischfonds“. In einer aktuellen Studie mit dem gleichnamigen Titel hat Sauren Fonds-Research die Entwicklung der klassischen Mischfonds unter die Lupe genommen. Das ernüchternde Ergebnis: Nichts wird bei den Anlegerlieblingen so sein wie es war. Investoren müssen sich auf erheblichen Gegenwind einstellen.

Renditepotenzial scheint ausgeschöpft

Anhand einer Szenario-Analyse auf Basis eines repräsentativen Portfolios klassischer Mischfonds errechneten die Sauren-Experten angesichts der heutigen Markt-Rahmenbedingungen ein Renditepotenzial von nur noch durchschnittlich 1,8 Prozent jährlich. Bislang, so Sauren, hätten klassische Mischfonds vom Rückenwind der allgemeinen Marktentwicklung profitiert. Die Kursanstiege am Anleihenmarkt durch sinkende Kapitalmarktzinsen und die positive Aktienmarktentwicklung seien die Basis des Erfolgs gewesen.

Zur relativ stabilen Wertentwicklung hätten zudem die günstige Korrelation von Anleihen und Aktien in den zurückliegenden Jahren beigetragen. „Eine Managerleistung in Form eines gelungenen Markt-Timings oder der Erzielung von Mehrwerten durch eine erfolgreiche Titelselektion lässt sich in den letzten Jahren nicht erkennen“, lautet eins der Studienergebnisse.