Sie besuchen der fonds mit einem veralteten Internet Explorer. Darstellung und Nutzungserlebnis sind deshalb nicht optimal.
Aktuelle Version kostenlos herunterladen »
Daniel Lösche, Investment-Stratege von Schroders: „Wir haben beim Nachhaltigkeitsgedanken mehr als nur ESG im Blick.“

ANZEIGE Schroders-Experte über Investment-Prozesse „Durch die Integration von Nachhaltigkeitskriterien finden wir stabilere Unternehmen“

Die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten im Anlageprozess soll ethisch saubere Investments gewährleisten. Doch der Ansatz kann noch mehr: „Er hilft uns, langfristig rentablere Unternehmen zu identifizieren“, ist Investment-Stratege Daniel Lösche von Schroders überzeugt.

02.11.2017 - 09:51 Uhr | in Schroders

der fonds: Was bedeutet Nachhaltigkeit für Schroders?

Daniel Lösche: Wir haben beim Nachhaltigkeitsgedanken mehr als nur ESG* im Blick. Bei unseren Investment-Entscheidungen – darunter natürlich auch denjenigen im Rahmen von Multi-Asset-Strategien – sehen wir uns bei der Analyse von Unternehmen sehr genau an, wie die jeweilige Gesellschaft mit allen Interessengruppen interagiert. Unsere Kriterien sind erstens Respekt vor der Umwelt, zweitens faires Verhalten gegenüber Mitarbeitern, Zulieferern und Kunden, drittens gesellschaftliches Engagement und viertens umsichtige Kapitalallokation.

Es ist somit ein ganzheitlicher Ansatz, bei dem keine Fakten isoliert betrachtet werden, sondern stets die gesamte Wertschöpfungskette unter die Lupe genommen wird. Letztendlich sollen dadurch Unternehmen identifiziert werden, die ein stabiles Geschäftsmodell unter gleichzeitiger Berücksichtigung gesellschaftlich positiver Aspekte aufweisen.

Sollte nicht die Erzielung von Rendite das wichtigste Ziel sein?

Lösche: Ja, und das ist sie auch, gemeinsam mit dem Management von Risiken. Aber Rendite und Nachhaltigkeit bilden keinen Gegensatz. Tatsächlich trifft sogar das Gegenteil zu, sie gehen für uns Hand in Hand: Diejenigen Unternehmen, die Nachhaltigkeitskriterien in ihren Wertschöpfungsprozess einbeziehen, sind besser auf zukünftige Anforderungen vorbereitet und besitzen daher langfristig die stabileren Geschäftsmodelle. Gerade für sie ist auf lange Sicht eine überdurchschnittliche Ertragsentwicklung zu erwarten – mit entsprechend positiven Auswirkungen auf die Kurse ihrer Wertpapiere.

Denn Fakt ist: Nachhaltiges Wirtschaften wird für Unternehmen mehr und mehr zu einer Voraussetzung, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben.

Wie setzt sich Schroders für die Einhaltung von Standards für nachhaltiges Wirtschaften ein?

Lösche: Hauptsächlich durch direkten und kontinuierlichen Kontakt mit Unternehmen, die für unsere Fonds als Anlageziele in Betracht kommen. In persönlichen Treffen mit dem Management wird erörtert, wie sich die Gesellschaften vor dem Hintergrund der gewünschten Nachhaltigkeitsanforderungen verhalten. Bei diesen Terminen sprechen unsere Kolleginnen und Kollegen klare Empfehlungen aus, was wir unter verantwortungsvollem Handeln verstehen. Ziel ist, das Management von diesen Standards zu überzeugen und die damit verbundenen positiven Folgen gerade auch auf die langfristige Gewinnentwicklung aufzuzeigen.

* ESG steht für Environmental, Social and Governance