Schweden 31-Milliarden-Euro-Fonds kommt fast ohne Anleihen aus

Richard Grottheim, Fondsmanager des schwedischen Pensionsfonds AP7, kauft nur wenig Anleihen. Das ist bemerkenswert, hielten doch Pensionsfonds in der OECD im vergangenen Jahr mehr als 50 Prozent ihres Portfolios in Rentenpapieren.

11.10.2016 - 12:0411.10.16 - 13:06
|
Von: 
|
|

Anleihen sind in der Nullzins-Phase Gift fürs Portfolio, meint Richard Grottheim. Der Fondsmanager des 300 Milliarden Kronen (31 Milliarden Euro) schweren schwedischen Pensionsfonds AP7 hält aktuell nur weniger als acht Prozent seiner Investments in Anleihen. Zum Vergleich: im Durchschnitt hielten Pensionsfonds in Mitgliedsstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (englisch: Organisation for Economic Co-operation and Development, OECD) im vergangenen Jahr mehr als 50 Prozent ihres Portfolios in Anleihen – und generieren in der Nullzinsphase damit kaum Rendite.

Schwellenländer im Fokus

Künftig will Grottheim stark in Aktien kleiner Unternehmen und Wertpapiere aus Schwellenländern investieren.

„Wenn die Emerging Markets wachsen, werden neue Märkte für Unternehmen geschaffen, und das ist gut für die Gewinne. Das Wachstum in China ist schwächer geworden, aber das muss nicht negativ sein, da chinesische Politiker ziemlich klar sagen, dass sie eine vom Konsum geleitete Wirtschaft wollen.”

Richard Grottheim, Fondsmanager der schwedischen Pensionsfonds AP7