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Indien trotzt dem Börsengewitter

16.04.2018 16:28 Uhr | Von: 

Indien auf dem Vormarsch

Vor dieser Drohkulisse rücken Märkte wie Indien in den Mittelpunkt, die weniger anfällig für Konjunkturprobleme sind. Der Subkontinent mit seinen gut 1,3 Milliarden Einwohnern hat sich still und leise – in US-Dollar gerechnet – zur achtgrößten Volkswirtschaft weltweit entwickelt und dürfte in diesem Jahr Großbritannien und Frankreich überholen.

Die seit dem Jahr 2014 amtierende Regierung unter Narendra Modi hat die indische Wirtschaft wettbewerbsfähig gemacht, Subventionen gekürzt und die Korruption bekämpft. Gegen Ende des Jahres 2016 ging Modi mit der Abschaffung der 500- und 1000-Rupien-Scheine massiv gegen die Vormachtstellung der Schattenwirtschaft vor, die Schätzungen zufolge 70 Prozent des indischen Bruttoinlandsprodukts (BIPs) ausmacht.

Die Maßnahme provozierte im Folgejahr – zumindest in den amtlichen Statistiken – keine starke Drosselung des Wachstums. Indiens Wirtschaft legte im Jahr 2017 weiter mit einer Rate von rund 7 Prozent zu, der höchsten unter den großen Schwellenländern. Laut Analysten werden die Gewinne gelisteter indischer Unternehmen in den nächsten zwölf Monaten mit 21 Prozent deutlich stärker als der MSCI World Index (plus 13 Prozent) wachsen.

Geringe Korrelation mit der Weltkonjunktur

Indische Aktien sind vor dem Hintergrund eines drohenden Handelskrieges vor allem deshalb interessant, weil sie eine geringere Korrelation mit dem globalen Wachstumszyklus aufweisen als beispielsweise chinesische Wertpapiere.

Wir von BlackRock gehen davon aus, dass die Hausse in Schwellenländern anhält, erkennen jedoch vermehrt auch Risiken. Es erscheint ratsam, den Schwerpunkt in Portfolios auf Regionen zu legen, die von protektionistischen Handelsmaßnahmen der USA und China nicht allzu stark beeinflusst werden.

Das Angebot von iShares mit 83 handelbaren Schwellenland-ETFs ist das umfangreichste am Markt (Stand: April 2018). Anleger sollten stets beachten, dass Anlagen in Schwellenländern aufgrund geopolitischer Unsicherheiten, Änderungen der regulatorischen Anforderungen und Währungsschwankungen tendenziell höhere Risiken bergen als solche in Industrieländern.