SchwellenländerInstitutionelle Investoren vernachlässigen wichtige Asset-Klasse

Schwellenländeranleihen sind in Portfolios noch zu wenig vertreten. Ein echtes Versäumnis, denn aufgrund höherer Renditen und ihres Potenzials für Währungsaufwertungen sind sie derzeit eine der spannendsten Anlageklassen.

04.06.2018 - 09:51 Uhr04.06.18 09:51
|
Von: 
|
|
Inderin mit handgefertigten Tontöpfen: Immer mehr Industrieprodukte ersetzen traditionelles Kunsthandwerk
Inderin mit handgefertigten Tontöpfen: Immer mehr Industrieprodukte ersetzen traditionelles Kunsthandwerk© Getty Images

Im Auftrag von NN IP wurden kützlich weltweit 108 professionelle Anleger zu ihrer Einschätzung von Schwellenländeranleihen befragt. Zu den Befragten zählen öffentliche Institutionen, Family Offices, Banken und Stiftungen. Die Studie hat ergeben, dass sieben von zehn professionellen Anlegern bewusst ist, dass die gegenwärtigen Marktbedingungen für herkömmliche Rentenanlagen herausfordernd sind, da die Zinsen in den Industrienationen steigen. 85 Prozent der Befragten gaben an, dass sie Schwellenländeranleihen, die eine Lösung für das Problem steigender Zinsen bieten, in ihren Portfolios haben. Trotzdem beträgt die durchschnittliche Gewichtung im Portfolio lediglich 3,5 Prozent.

Anlageklasse ist noch zu wenig bekannt

Die mit Abstand häufigsten Gründe, die von den Anlegern für die niedrige Allokation in Schwellenländeranleihen genannt werden, sind andere Investmentprioritäten (60 Prozent). Ebenfalls als Grund  und unzureichende Kenntnisse der Anlageklasse, um in sie zu investieren (53 Prozent). Trotz dieses Stimmungsbildes haben die Zuflüsse in Fonds und ETFs mit Schwerpunkt auf Schwellenländeranleihen im Jahr 2017 Rekordhöhen erreicht. Das verdeutlicht, dass die Vorzüge von Schwellenländeranleihen immerhin zunehmend auf dem Radar der Anleger erscheinen.

Harte und lokale Währungen gleichermaßen beliebt