Schwellenländer Kurze Laufzeit, hohe Zinsen

Kurzlaufende Schwellenländeranleihen in Hartwährung haben diverse Vorteile für Portfolios: Höhere Zinsen als Papiere aus Industrienationen, Reduzierung der Volatilität und vorteilhafte Reinvestitionschancen, sagt Annemieke Coldeweijer von NN Investment Partners.

25.06.2018 - 12:5725.06.18 - 17:53
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Chinesische Touristen und brasilianische Fans bei der Fußball-WM in Moskau: Schwellenländer punkten bei Anlegern mit Hartwährungsanleihen
Chinesische Touristen und brasilianische Fans bei der Fußball-WM in Moskau: Schwellenländer punkten bei Anlegern mit Hartwährungsanleihen© Getty Images

Der Renditeaufschlag von Schwellenländeranleihen in Hartwährung insgesamt gegenüber 10-jährigen deutschen Staatsanleihen beträgt 472 Basispunkte und gegenüber US-Staatsanleihen 225 Basispunkte. Und trotz der jüngsten Marktschwankungen bleibt es dabei, dass die Fundamentaldaten der meisten Schwellenländer robust sind: Die Außenhandelsbilanzen haben sich in den vergangenen Jahren verbessert, die Leistungsbilanzdefizite sind drastisch reduziert worden und die Schuldenstände sind gesunken.

Niedrige Inflation und hohe Zinsen

Obwohl sich die Inflation in den Schwellenländern aufgrund einer Belebung des Wirtschaftswachstums leicht beschleunigt hat, ist sie nach wie vor relativ niedrig. Die Realzinsen sind immer noch recht hoch, was Anlegern nicht nur höhere Risikoaufschläge bietet, sondern den lokalen Zentralbanken auch einen Puffer verschafft, falls sie die Zinsen anheben müssen.  Innerhalb des Universums der Schwellenländeranleihen in Hartwährung bieten Papiere mit kurzer Laufzeit weitere Vorteile, insbesondere in einem Umfeld mit steigenden Zinsen.

Geringe Volatilität schont Nerven der Anleger