Gute AussichtenSchwellenländeraktien könnten Turbo zünden

Trotz der hohen wirtschaftlichen Bedeutung der Region haben sich Aktien und Anleihen aus den asiatischen Schwellenländern in den vergangenen Jahren relativ schwach entwickelt. Warum sich das nun ändern könnte, erklären die Experten von Pictet Asset Management.

02.07.2021 - 11:00 Uhr02.07.21 11:00
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Markt in Dalat
Markt in Dalat: Die Experten von Pictet Asset Management blicken optimistisch auf vietnamesische Aktien© IMAGO / UIG

Aktien und Anleihen aus Asiens Schwellenländern haben ein „verlorenes Jahrzehnt“ hinter sich. In US-Dollar gerechnet hinken ihre Renditen jenen der globalen Indizes hinterher. Und das, obwohl die Volkswirtschaften im gleichen Zeitraum rund 70 Prozent zum globalen Wirtschaftswachstum beigetragen haben. In den kommenden fünf Jahren dürfte sich die Lage nach Einschätzung von Pictet Asset Management aber komplett drehen: Die Renditen sollten dann auch die Dynamik in der Region widerspiegeln. Aktuell seien entsprechende Investments in globalen Portfolios aber noch eher unterrepräsentiert. „Dabei ist die Region gekennzeichnet durch sich verbessernde Wachstumsaussichten, niedrige Inflation, glaubwürdigen Reformwillen und eine zunehmend diversifizierte Wirtschaft“, so die Pictet-Experten.

Aktien aus Vietnam und Indien interessant

Anleger wären aus ihrer Sicht schlecht beraten, wenn sie diesen Teil der Welt ignorieren, da Aktien aus den Schwellenländern Asiens in den kommenden fünf Jahren die Anlageklasse mit der besten Wertentwicklung sein könnten. Die Experten erwarten in US-Dollar durchschnittliche Renditen von rund 11 Prozent pro Jahr. Dabei dürften insbesondere Vietnam und Indien gut abschneiden.

Bei den festverzinslichen Papieren bieten nach Einschätzung des Vermögensverwalters hingegen chinesische Staatsanleihen das beste Risiko-Ertragsprofil. Auch im Investment-Grade-Bereich dürften sich in den asiatischen Schwellenländern durchaus interessante Anlagemöglichkeiten finden lassen. Ebenso sollten Anleger lokale Währungen als zusätzliche Renditequellen ins Auge fassen. Denn: Die Devisen asiatischer Schwellenländer gehören zu denen, die gegenüber dem US-Dollar am stärksten unterbewertet sind. Das könne sich aber bald ändern: Die Region weist einen Leistungsbilanzüberschuss auf, die Geldpolitik ist vergleichsweise wenig expansiv und China verfügt mit dem Renminbi über eine Währung, die schon bald die Dominanz des US-Dollars in der Finanzlandschaft anfechten dürfte.

Technologie und Innovation

Die Experten sehen aber auch Herausforderungen. Dazu zählen Chinas Schuldenberg, eine sich verschlechternde Demografie, der Klimawandel und eine schwache Governance. Viele dieser Herausforderungen könnten jedoch mit einer Kombination aus Technologie und Innovation überwunden werden.

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