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Canopy Park in Singapur

Smart City Singapur – wo Technologie und Natur aufeinandertreffen

Singapur hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 etwa 80 Prozent seiner Gebäude als „grün“ zu zertifizieren. Viele Bauunternehmen greifen bereits auf recycelte Materialien zurück, um alles von Schulen bis zu Firmenbüros zu konstruieren. Doch nicht nur beim Thema Nachhaltigkeit kann das Land punkten.

12.03.2021 - 14:55 Uhr | in News

Viele Faktoren tragen zur Beliebtheit Singapurs bei: Die Rahmenbedingungen für Unternehmen sind lediglich in Neuseeland besser, wie das jährliche Ranking der Weltbank im „Ease of Doing Business Index“ belegt. Dieser gilt als weltweit bekannteste und umfangreichste Studie zur Geschäftsfreundlichkeit von Volkswirtschaften. Außerdem führt der Stadtstaat die Rangliste für Wettbewerbsfähigkeit des Weltwirtschaftsforums an – noch vor den USA und Europa.

Das Land lockt ausländische Investoren mit erstklassiger Infrastruktur, bestens ausgebildeten Fachkräften und niedrigen Steuern. Doch der wirtschaftliche Erfolg und Wohlstand des Stadtstaats – die Wirtschaftsleistung pro Kopf beträgt mehr als 62.000 US-Dollar jährlich – beruht nicht nur auf technologischen Fortschritten. Eine solide Stadtplanung hat von Anfang an die Umwelt in den Vordergrund gestellt.

Die grüne Infrastruktur in Singapur

Mit seinen 5,77 Millionen Einwohnern auf 720 Quadratkilometern gehört Singapur zu den am dichtesten besiedelten Ländern der Welt: Auf einem Quadratkilometer leben fast 8.000 Menschen. In Deutschland sind es zum Vergleich nur 233. Das birgt Herausforderungen – zumal der Stadtstaat komplett von Wasser umschlossen ist. Doch trotz all dieser Faktoren gehört Singapur zu den kohlenstoffeffizientesten Volkswirtschaften weltweit und will bis 2030 mindestens 80 Prozent seiner Gebäude umweltfreundlich gestalten.

Bereits 2005 hat der Stadtstaat eine Reihe von Innovationen eingeführt, um die ökologische Nachhaltigkeit seiner Infrastruktur zu verbessern. Singapurs „grüne Gebäude“ – einschließlich Büros, Universität und anderer Einrichtungen – basieren auf dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft. Das bedeutet: Bauunternehmer verarbeiten recycelte Materialien und vermeiden weitgehend Bauabfälle.

Ein Beispiel: Das Eunoia Junior College ist in vielerlei Hinsicht einzigartig. Es ist nicht nur das derzeit höchste Junior-College-Gebäude in Singapur. Für den 12-stöckigen Bau wurde außerdem ausschließlich Mass Engineered Timber (MET) verwendet – dieses wird aus rein nachhaltig bewirtschafteten Wäldern gewonnen. Dadurch hat das Gebäude einen geringeren CO2-Fußabdruck als vergleichbare Stahl- oder Betonbauwerke.

Neben der Nutzung recycelter Baumaterialien pocht die Regierung auf nachhaltige Gebäudedesigns, um die Umweltauswirkungen zu verringern und die Effizienz zu maximieren. Seit 2005 legt in Singapur das „BCA Green Mark“-Zertifizierungssystem einen einheitlichen Standard im Bausektor fest. Anhand dessen wird die Umweltleistung eines Gebäudes, einschließlich Energie- und Wassereffizienz, über den gesamten Lebenszyklus gemessen. Seit der Einführung wurden mehr als 3.300 Gebäude zertifiziert, das entspricht etwa 36 Prozent.

Das Silicon Valley Südostasiens?

Singapur ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein Land eine starke Wirtschaft aufbauen und gleichzeitig eine saubere Umwelt bewahren kann. Zudem gehört das Land zu den weltweit wichtigsten Standorten für Innovationen.

Wie wichtig Singapur zum Beispiel als Lieferant von elektronischen Komponenten ist, lässt sich anhand der jüngsten Exportzahlen belegen: Etwas mehr als die Hälfte entfallen auf High-Tech-Produkte – knapp 35 Prozent sind elektrische Komponenten (132 Milliarden US-Dollar) und 15 Prozent technische Geräte einschließlich Computer (58 Milliarden US-Dollar). Im Rahmen des Projekts „Research, Innovation and Enterprise Plan 2020“ will die Regierung diese Position weiter ausbauen und fördert innovative Technologien wie Industrie 4.0, also die intelligente Vernetzung von Maschinen und Abläufen in der Industrie mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie.

Trotz des hohen Lohnniveaus zieht es große Unternehmen insbesondere aus der Technologiebranche in den Stadtstaat. Der Chiphersteller Infineon hat beispielsweise seine Vorzeigefabrik in Singapur angesiedelt und Siemens eröffnete jüngst in der Metropole ein Zentrum für neue Produktionsmethoden.  

Wie können Anleger die Chancen ins Depot holen?

Investoren, die nach konkreten Anlagemöglichkeiten im Stadtstaat suchen, können auf Aktienfonds setzen. Diese bieten eine breite Streuung des Kapitals über eine größere Zahl von Investmentzielen und setzen die jeweilige Strategie des Fondsmanagements anhand der aussichtsreichsten Titel um.

Zu den drei besten Singapur-Anlageprodukten gehören:

Abbildung 1: Die 3 renditestärksten Anlageprodukte für Singapur (in den vergangenen 5 Jahren)

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