Ersparnisse arbeiten lassen So klappt der Einstieg in den Finanzmarkt

Während der Corona-Pandemie haben die Ersparnisse insgesamt deutlich zugelegt. Statt sie auf dem Konto oder Sparbuch versauern zu lassen, kann ein Investment am Kapitalmarkt Sinn ergeben. Welche Vorteile das bietet und wie Neuanleger vorgehen sollten, erläutert Gonzalo Pradas, Head of Wealth Management & Chief Investment Officer bei Openbank.

30.09.2021, aktualisiert 05.10.2021 - 09:3905.10.21 - 09:39
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Händler der New Yorker Börse mit dem US-Sänger Donny Osmond
Händler an der New Yorker Börse mit dem US-Sänger Donny Osmond (l.): Investments am Kapitalmarkt können zu einer soliden Altersvorsorge beitragen© IMAGO / UPI Photo

Läden dicht, Restaurants und Cafés geschlossen: Die Ersparnisse der Haushalte sind während der coronabedingten Lockdowns in die Höhe geschnellt und liegen aktuell auf Rekordniveau. 

Was tun damit? Ein Teil davon wird sicher ausgegeben werden, um aufgeschobene Wünsche zu erfüllen. Und warum auch nicht? Es ist aber ebenfalls ratsam, etwas von dem angesparten Geld an die Arbeit zu schicken – und es mittel- oder langfristig zu investieren.

Die Vorzüge dieser Variante sind vielfältig. Am wichtigsten: Durch eine höhere Rendite kannst du die Inflation schlagen und die Kaufkraft deines Kapitals erhalten (oder sogar erhöhen). Und du kannst deine finanziellen Ziele erreichen. Dabei muss es nicht nur um einen sorglosen Ruhestand gehen, sondern auch um mittelfristig Ziele. Dazu kommt: Wenn die Ersparnisse nachhaltig eingesetzt werden, treiben sie den Neustart (und nicht die Erholung) der europäischen Wirtschaft voran.

Die große Frage ist: Wie kann das gelingen? Manche sind der Meinung, dass die politischen Entscheidungsträger die Ärmel hochkrempeln und einen geeigneten Rahmen schaffen müssen, um die Ersparnisse der Haushalte in wirkungsvolle Investitionen – oder Investments überhaupt – zu lenken. Man sollte dabei aber auch die Rolle der Finanzbranche nicht vernachlässigen. Neue Banken, Fintechs und digitale Plattformen zeigen bereits, wie es gehen kann. Die Kunden sagen klar, was sie möchten: Ein hervorragendes Anlagemanagement, Wahlfreiheit, kosteneffiziente Lösungen und keine Barrieren für den Einstieg in die Finanzmärkte – sowohl mit Blick auf die Kanäle als auch auf die Anlagebeträge.

Drei wichtige Schritte

Um das Geld an die Arbeit zu schicken, sind drei Dinge notwendig:

Finanzen planen: Durch eine einfache Finanzplanung erhöht sich das Nettovermögen im Ruhestand im Vergleich zum völligen Fehlen einer Finanzplanung für die Zukunft mindestens um den Faktor zwei. Das hat Joachim Klement, Investment-Stratege bei Liberum Capital, in seinem Blog „Klement on investing“ auf der Grundlage der Arbeiten von Lusardi und Mitchell aus dem Jahr 2011 zum Thema finanzielle Bildung und Planung verdeutlicht. Für einen Finanzplan müssen Sparer über ein gewisses Maß an Know-how verfügen oder es von ihrer Bank beziehungsweise ihrem Berater vermittelt bekommen.

Kühlen Kopf bewahren: Schon einmal etwas vom Zinseszinseffekt und seinen Auswirkungen gehört? Mit seiner Hilfe entstehen aus angesammelten Erträgen Jahr für Jahr weitere Wertzuwächse. Wer per Sparplan anlegt, kann zudem vom Cost-Average-Effekt profitieren. Da monatlich eine feste Summe investiert wird, erhalten Anleger bei fallenden Kursen mehr Anteile für ihr Geld, während bei steigenden Kursen eine geringere Anzahl gekauft wird. Über einen längeren Zeitraum wird somit ein günstiger Durchschnittspreis erzielt. Regelmäßiges Sparen und Selbstdisziplin können sich also auszahlen.

Risiken breit streuen: Wer das Geld auf dem Konto liegen lässt, ist ebenfalls einem gewissen Risiko ausgesetzt. Denn durch die Inflation verringert sich die Kaufkraft des unverzinsten Kapitals. Nur die Aktien eines einzelnen Unternehmens zu kaufen, macht die Entwicklung deiner Ersparnisse lediglich von dessen Erfolg abhängig. Das spricht für eine diversifizierte Anlagestrategie mit Investments in verschiedenen Anlageklassen, sowohl durch direkte Beteiligungen als auch durch Anlageprodukte wie Fonds oder ETFs.

Jetzt loslegen?!

Sind die Punkte klar, ist es Zeit für die nächsten beiden Fragen: Wann und wie?

Wann soll's losgehen? Lieber heute als morgen oder gar in ein paar Wochen oder Monaten. Allein der Versuch, den besten Einstiegszeitpunkt zu finden, kann teuer werden. Insbesondere, wenn man die Opportunitätskosten einbezieht. Das sind die Gewinne, auf die man verzichtet, wenn man nicht investiert ist.

Wie soll ich starten? Was, wenn du nichts über Investitionen weißt? Schau, was deine Bank im Angebot hat und beschäftige dich damit. Wenn du alles verstehst, es selber machen möchtest und findest, was du suchst: Nur zu! Wenn du möchtest, dass das ein Fachmann für dich erledigt und die Finanzplattform deines Vertrauens einen guten und kosteneffizienten Service anbietet, verliere keine Zeit!

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