Korrelationen nutzen So kommt Balance ins Portfolio

Die breite Streuung über unterschiedliche Anlageklassen und -regionen ist einer der Schlüssel zu einem ausgewogenen Depot. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Korrelation, also die wechselseitige Beziehung unterschiedlicher Vermögenswerte.

26.04.2021, aktualisiert 30.04.2021 - 13:0930.04.21 - 13:09
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Immer die Balance halten
Immer die Balance halten: Die Korrelation unterschiedlicher Anlageklassen hilft beim Aufbau eines ausgewogenen Depots © IMAGO / alimdi

Es war eine späte Ehre: 1990 erhielt der heute 93-jährige US-Ökonom Harry M. Markowitz gemeinsam mit seinen Kollegen Merten H. Miller und William F. Sharpe den Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften – für die Moderne Portfoliotheorie, die er bereits im Jahr 1952 entwickelt hatte und die damals einer Revolution glich.

Auf der Modernen Portfoliotheorie basiert das Prinzip, die Geldanlage möglichst breit zu streuen, das Portfolio also zu diversifizieren, um ein besseres Rendite-Risiko-Profil zu erreichen. Mit anderen Worten: Nicht alle Eier in einen Korb zu legen.

Korrelation im Depot beachten

So einfach, wie es klingt, ist das aber leider nicht: Einfach nur mehrere unterschiedliche Vermögenswerte ins Depot zu packen reicht nicht aus. Anleger müssen darüber hinaus berücksichtigen, inwiefern die Investments miteinander korrelieren. Das heißt: Wie sie sich zueinander entwickeln. Aufschluss darüber gibt der Korrelationskoeffizient, der zwischen -1 und +1 liegen kann. Bei +1 entwickeln sich zwei Vermögenswerte in die gleiche Richtung, bei -1 entgegengesetzt und bei Null komplett unabhängig voneinander. Für ein ausgewogenes risikooptimiertes Portfolio macht also eine möglichst geringe Korrelation Sinn. Ist sie negativ, können Kursverluste eines Investments von Wertsteigerungen eines anderen Depotbestandteils verringert werden.

Die Korrelationen unterschiedlicher Anlageklassen zeigt unsere Korrelationsmatrix auf der fonds. Dabei fällt auf: Mit Ausnahme des südamerikanischen Marktes ist die Korrelation im Aktienbereich zwischen den unterschiedlichen Regionen mit um die 0,7 relativ hoch, während sich Euro-Staatsanleihen, Gold und Rohstoffe nahezu unabhängig davon entwickeln.

Musterdepot gibt Aufschluss über die Korrelationen

Außerdem haben Anleger mit unserem Musterdepot die Möglichkeit, die Korrelation ihrer Fondsinvestments zu überprüfen und zu ermitteln, wie sich eine neue Investmentidee in dieser Hinsicht einfügen würde. Erstellen Sie einfach Ihr Musterdepot und klicken Sie auf die Korrelationsmatrix. Dort finden Sie die Korrelation auch für unterschiedliche Zeiträume. Denn: Wie so vieles am Kapitalmarkt sind auch die Korrelationen nicht stabil, sondern können sich im Laufe der Zeit verändern. Ein Grund mehr, sich ein Musterdepot anzulegen und regelmäßig einen Blick darauf zu werfen.

                           Quelle: Beispielhaftes Musterdepot