Altersvorsorge So nachhaltig ticken die Generationen

Lebensversicherer Swiss Life hat jüngst Anleger befragt, wie wichtig ihnen Nachhaltigkeit ist. Je nach Alter fielen die Antworten unterschiedlich aus. Vor allem für jüngere Menschen hat das Thema einen hohen Stellenwert.

Familie beim Grillen
Familie beim Grillen: Zwar gewinnt Nachhaltigkeit mehr und mehr an Relevanz – doch der Unterschied zwischen den Generationen wächst© IMAGO / Westend61

Nachhaltigkeit gewinnt mehr und mehr an Relevanz – auch im Kontext der eigenen Altersvorsorge. Das ist das Ergebnis einer aktuellen und repräsentativen YouGov-Studie im Auftrag des Lebensversicherers Swiss Life Deutschland. Demnach gilt: Je jünger, desto grüner. Für 45 Prozent der Generationen Y und Z spielt Nachhaltigkeit in der Finanzanlage eine wichtige Rolle. Bei den älteren Jahrgängen der Babyboomer und Generation X liegt der Wert bei 36 Prozent. „Die Studie zeigt, dass junge Menschen auch im Kontext der Altersvorsorge an Nachhaltigkeit denken. Wenn sie langfristig anlegen, dann soll es verantwortungsbewusst sein“, sagt Jörg Arnold, CEO von Swiss Life Deutschland.

                                     Quelle: Swiss Life Deutschland und YouGov Deutschland

„Die Nachfrage nach nachhaltigen Vorsorgelösungen dürfte in den kommenden Jahren deutlich steigen. Vor allem junge Menschen möchten einen aktiven Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten – auch bei ihren Finanzen. Die persönliche Beratung leistet dafür einen wichtigen Beitrag für eine bedarfsgerechte Vorsorgeplanung“, ergänzt Arnold. Wunsch und Wirklichkeit liegen jedoch weit auseinander: Nur 15 Prozent der jungen Menschen haben bereits nachhaltige Anlagen im Depot. Das sind aber immerhin fast doppelt so viele wie in den älteren Generationen.

Unterschiede im Generationenvergleich

Doch nicht nur zwischen den Alterskohorten, auch zwischen den Geschlechtern zeigen sich beim Thema ESG-Investments Unterschiede. Während für Frauen ökologische und soziale Verantwortung im Vordergrund steht, zählt bei Männern auch die Rendite. 47 Prozent der jungen Frauen, die noch keine grüne Geldanlage abgeschlossen haben, hätten ein Interesse an solchen Investitionen.

Als Grund dafür geben 38 Prozent von ihnen an, bewusst in Unternehmen investieren zu wollen, die sich um Umwelt- oder Klimaschutz bemühen. Für 34 Prozent von ihnen ist auch die soziale Verantwortung von Unternehmen entscheidend. Dem stimmen junge Männer grundsätzlich zu – von ihnen haben 40 Prozent ein Interesse an nachhaltigen Investments. Für 26 Prozent von ihnen ist die soziale Verantwortung von Unternehmen ein Argument für das nachhaltige Investieren.

36 Prozent der jungen Männer geben außerdem an, dass der Schutz unserer Umwelt entscheidend ist. Neben den sozialen und ökologischen Aspekten stehen für Männer unter 39 Jahren aber auch ökonomische Faktoren stärker im Vordergrund. So geben 21 Prozent der jungen Männer an, dass auch höhere Renditen ein Grund für den Abschluss sind – diese haben für lediglich 15 Prozent der gleichaltrigen Frauen Relevanz.

                             Quelle: Swiss Life Deutschland und YouGov Deutschland

„Die passende Altersvorsorge hängt von individuellen Faktoren wie der Erwerbssituation, der Lebensplanung, den persönlichen Präferenzen und der eigenen Risikoneigung ab. Junge Menschen wünschen sich, dass die Finanzberatung sie bei der Entscheidung unterstützt“, so Arnold weiter. Auch das belegt die Studie: Fast 60 Prozent der jungen Menschen möchten aktiv zu den Möglichkeiten nachhaltiger Finanzanlagen informiert und beraten werden.