IWF-Konjunkturausblick Indien vorne, dann folgt China vor den USA

Der Internationale Währungsfonds hat seine aktuellen Wachstumsprognosen vorgelegt. An der Spitze stehen die „üblichen Verdächtigen“. Die deutsche Wirtschaftsleistung könnte kommendes Jahr stärker steigen als bislang erwartet.

09.08.2021 - 11:0210.08.21 - 10:01
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Arbeiter auf einer Baustelle im indischen Mumbai
Arbeiter auf einer Baustelle im indischen Mumbai: Mit einem Wirtschaftswachstum von 9,5 Prozent steht Indien bei der aktuellen IWF-Prognose an der Spitze© IMAGO / ZUMA Wire

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat in seinem jüngsten World Economic Outlook seine Prognosen für das Wirtschaftswachstum aktualisiert. Global betrachtet hat sich im Vergleich zur vorherigen Konjunkturprognose aus dem April zwar nichts getan: Nach wie vor erwarten die Experten für die Weltwirtschaft 2021 ein Plus von 6,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auf regionaler Ebene wurde der Ausblick jedoch zum Teil deutlich angepasst.

Die Prognose für die USA hat der IWF um 0,6 Prozentpunkte angehoben (+7,0 Prozent). Auch die Aussichten für das wirtschaftliche Wachstum der Eurozone haben sich von 4,4 auf nun 4,6 Prozent leicht verbessert. Für China hat der IWF seine Einschätzung um 0,3 Prozentpunkte nach unten auf nun 8,1 Prozent angepasst.

Deutschland liegt mit einem Plus von 3,6 Prozent zusammen mit Japan (+2,8 Prozent) am unteren Ende der Länderauswahl. Der IWF sieht hier für das laufende Jahr keine Korrektur nach unten oder oben vor. 2022 könnte das Wachstum in Deutschland allerdings um 4,1 Prozent anziehen. Im April hatte der IWF noch ein Wachstum von 3,4 Prozent vorhergesagt.

Im Zuge der aktuellen Prognose sprach der IWF eine deutliche Warnung aus: „Aggressive Covid-Mutationen wie die Delta-Variante könnten die Weltwirtschaft über Jahre belasten“. Selbst Industrienationen mit guter Impfquote könnten nicht aufatmen, solange die Pandemie in anderen Ländern wüte.