IWF-Prognose So stark könnte die Wirtschaft 2021 wachsen

Laut Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) könnte die Weltwirtschaft im laufenden Jahr um 6 Prozent zulegen – 2022 um weitere 4,4 Prozent. Damit erholt sich die globale Konjunktur dynamischer als bislang angenommen.

08.04.2021, aktualisiert 13.04.2021 - 09:1513.04.21 - 09:15
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Taj Mahal
Taj Mahal: Indien wird für das laufende Jahr ein Wirtschaftswachstum von 12,5 Prozent prognostiziert© IMAGO / agefotostock

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat in seinem jüngsten World Economic Outlook die Prognosen zur Veränderung der Wirtschaftsleistung von Nationen und Regionen aktualisiert. Der IWF rechnet damit, dass die Weltwirtschaft im laufenden Jahr stärker wachsen wird als zuletzt vorausgesagt. Die weltweite Wirtschaftsleistung steigt 2021 demnach um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Treibende Kräfte sind dabei Indien, die USA und China. So soll die amerikanische Wirtschaft 2021 und 2022 um 6,4 Prozent beziehungsweise 3,5 Prozent wachsen. Besonders stark wird wohl die chinesische Ökonomie anziehen. Hier wird ein Plus von 8,4 Prozent beziehungsweise 5,6 Prozent erwartet. Für Indien wird sogar ein Wachstum von 12,5 Prozent prognostiziert.

Das schleppende Impftempo in Europa bremst auch das Wachstum der hiesigen Wirtschaft. Zwar hat der IWF auch für die Eurozone seine Prognose für dieses und kommendes Jahr angehoben – 2021 soll die Wirtschaftsleistung um 4,4 Prozent wachsen und 2022 um 3,8 Prozent. Doch entspricht das nur einem Prognose-Plus von jeweils 0,2 Punkten. Deutschland liegt mit einem Plus von 3,6 Prozent zusammen mit Japan (+3,3 Prozent) am unteren Ende der Länderauswahl.

Der IWF betont, dass die Prognosen mit einer relativ großen Unsicherheit behaftet sind. Die schwächere Konsumnachfrage, der Einbruch des Tourismus und der unabsehbare weitere Verlauf der Pandemie in einzelnen Ländern machen es schwierig, die weitere Entwicklung vorherzusehen. Angesichts der großen Schockwellen seien starke multilaterale Anstrengungen notwendig, um die Gesundheits- und Wirtschaftskrise rasch und nachhaltig zu bewältigen.