Sparkurs in der Förderung Öl-Rivalen teilen Ersatzteile

Der größte Einbruch am Ölmarkt seit Jahrzehnten lässt die Unternehmen der Branche in einem Ausmaß zusammenarbeiten, das sie nie für möglich gehalten hätten. Eine der teuersten Ölregionen der Welt übernimmt dabei eine Führungsrolle.

23.06.2016, aktualisiert 29.06.2016 - 15:3629.06.16 - 15:36
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Quelle: Bloomberg
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Vergangenen Monat begannen Öl-Firmen, die in der Nordsee aktiv sind, damit, Ersatzteile und Werkzeuge zu bündeln. Sie teilen selbst Pläne zu Bohrungen, so dass sie schneller und billiger arbeiten können. Das verrät Paul Goodfellow, Vice President bei Royal Dutch Shell Plc mit Verantwortung für Großbritannien und Irland.

Das ist eine Kehrtwende gegenüber der Ölboom-Zeit, als die Kosten ein nicht so großes Thema waren, solange sich 100 Dollar je Barrel am Markt erzielen ließen.

„Wir waren nicht besonders auf die Kosten mit derartiger Dringlichkeit fokussiert, als die Preise für Öl und Gas hoch lagen. Dieser Tage kommt man jeden Tag rein und grübelt darüber nach, wie man es besser machen kann. Oder wie man die Kosten reduzieren kann.”

Colette Cohen, Senior Vice President für Großbritannien und die Niederlande beim Erdgasanbieter Centrica Plc

Die Unternehmen der Branche haben auf den Preiseinbruch mit geringeren Ausgaben reagiert. Bis 2020 werden sie potenziell bis zu einer Billionen Dollar einsparen.