Spekulationen über Fördergrenze Saudi-Arabien treibt Ölpreis nach oben

Immer wieder beteuerten Förderländer wie Saudi Arabien und Russland, man werde die Ölpreise gemeinsam einfrieren. Passiert ist bisher nicht viel. Jetzt gibt es einen neuen Anlauf.

22.08.2016 - 17:0923.08.16 - 15:38
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Der Ölpreis sank nach der Entscheidung der Briten am 23. Juni, aus der Europäischen Union (EU) auszutreten, stark. Am 24. Juni kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent noch 49 US-Dollar. Am 2. August zahlten Käufer dafür nur noch 42 US-Dollar.

In den letzten Wochen legte der Ölpreis jedoch wieder zu. Ein Barrel Brent kostet inzwischen wieder 49 US-Dollar.

Saudi-Arabien will mit Konkurrenzen verhandeln

Aus Sicht von Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank, ist der Preisanstieg auf die jüngsten Aussagen des saudischen Energieministers Khalid Al-Falih zurückzuführen. Al-Falih kündigte letzte Woche an, er werde jede Maßnahme ergreifen die notwendig sei, um dem Ölmarkt bei seiner Ausbalancierung zu helfen. Dafür werde er sich mit anderen Produzenten eng abstimmen.

Sollten die Produktionsländer, zu denen neben Saudi Arabien unter anderem auch Russland und der Iran gehören, eine Fördergrenze vereinbaren, würde das Überangebot am Weltmarkt weiter abgebaut.

„Es ist den Saudis mit ihrem letztwöchigen Statement gelungen, die Marktstimmung zu beeinflussen. Dies führte zu einem Abbau einer rasant anwachsenden, spekulativen Short-Position am Future-Markt und folglich zur aktuellen Rallye.”

Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank