Steigende RohstoffpreiseWerden Öl und Kupfer dauerhaft teurer?

Die Rohstoffpreise sind im Januar auf Niveaus gefallen, die zuletzt in der Krise 2009 erreicht wurden. Seit Mitte Februar geht es wieder aufwärts. Doch ist dieser Trend von Dauer? Analysten der Deka-Bank haben eine Antwort parat.

15.03.2016 - 17:53 Uhr15.03.16 17:53
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Das Jahr hätte für Rohstoffhändler kaum schlechter beginnen können: Die Preise für Kupfer, Nickel oder Aluminium fielen ins Bodenlose. In der Ölbranche war der Preisverfall besonders eklatant. Grund war das Überangebot. Ölländer wie Saudi-Arabien und Russland haben die Märkte in letzter Zeit regelrecht überschwemmt.

Um die Flutung der Märkte zu stoppen, haben einige Opec-Staaten bei Gesprächen in Katar im Februar eine Begrenzung der Ölförderung beschlossen.

Die Drosselung auf das Niveau vom Januar werde „angemessen“ sein, und Saudi-Arabien wolle weiter die Nachfrage seiner Kunden bedienen, sagte der saudische Ölminister Ali Al-Naimi nach den Gesprächen mit seinem russischen Amtskollegen Alexander Nowak in Doha. Auch Venezuela und Katar waren an der Vereinbarung beteiligt.

Rohstoffkurse steigen wieder

Nach dem Abkommen haben sich die Rohstoffpreise erholt. Öl ist aktuell 30 Prozent teurer als Mitte Februar. Ob es sich um eine kursfristige Kurswende oder einen langfristigen Trend handelt, ist unter Experten umstritten.

Deka-Analysten meinen, dass die Preise erst langfristig steigen werden, wenn das Überangebot tatsächlich physisch abgebaut wird. Damit sei nicht vor Ende 2016 zu rechnen. Es scheine verfrüht, bereits jetzt von einer Trendwende an den Rohstoffmärkten zu sprechen.