Strategiewechsel Ethenea streicht Erfolgsgebühr für Milliardenfonds

Die Luxemburger Investment-Gesellschaft Ethenea ändert die Gebührenstruktur des Milliarden-Mischfonds Ethna-Defensiv. Anleger müssen ab 2017 keine Performance-Gebühr mehr zahlen.

01.12.2016 - 16:5301.12.16 - 18:17
|
|
in  Fonds
|
Guido Bartels managt zusammen mit Daniel Stefanetti den Ethna Defensiv.
Guido Bartels managt zusammen mit Daniel Stefanetti den Ethna Defensiv.© Uwe Nölke

Der Luxemburger Asset Manager Ethenea verlangt für den Mischfonds Ethna-Defensiv ab dem 1. Januar 2017 keine Performance-Gebühr mehr. Bis dahin zahlen Anleger noch zehn Prozent der über fünf Prozent hinausgehenden Wertentwicklung.

Zudem hat Ethenea für die Anteilklasse A des Fonds eine jährliche Ausschüttung von mindestens 1,5 Prozent des jeweiligen Nettoinventarwertes zum 31. Dezember festgelegt. Diese Ausschüttung erfolgt erstmals im Jahr 2017 für das ablaufende Geschäftsjahr 2016.

Mangelnde Beliebtheit des Fonds dürfte nicht der Grund der Maßnahmen sein: Seit Jahresanfang flossen rund 40 Millionen Euro in den Fonds. Auf Nachfrage von DAS INVESTMENT.com erklärt Ethenea den Wegfall der Leistungsvergütung  mit einer Strategieänderung. Man strebe „eine noch deutlichere Unterscheidung der Profile der drei Fonds von Ethenea“ an. Der Wegfall der Performance-Fee für alle Anteilklassen des Ethna-Defensiv verstehe sich als Teil dieser Anpassungen.

Auch beim Fonds Ethna-Dynamisch ändert sich im kommenden Jahr die Gebührenstruktur: Künftig berücksichtigt Ethenea bei der Berechnung der Performance-Gebühr eine sogenannte High-Water Mark der Wertentwicklung. Die Performance-Gebühr wird nur noch beim Überschreiten der High-Water Mark und der Hurdle Rate (7 Prozent) fällig. „Hierdurch werden vorherige Netto-Wertminderungen vorgetragen, sodass eine Performance-Fee erst anfällt, wenn vorgetragene Wertminderungen aufgeholt wurden“, so die Gesellschaft. Dabei beziehe sich die Berechnung der Performance-Fee immer auf die Wertentwicklung nach Abzug aller Kosten.