Überangebot schlimmer als Brexit London versinkt in Büroimmobilien

London erlebte in den letzten Jahren einen Immobilienboom. Jetzt versinkt die Stadt in Bürohäusern. Laut Analysten der UBS Group ist das Überangebot eine größere Bedrohung für die Finanzmetropole als das Risiko, dass Firmen infolge des Brexit-Votums ihre Unternehmenssitze in andere Städte verlagern.

09.08.2016 - 13:0209.08.16 - 17:27
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Die Nachfrage nach hochwertigen Büroflächen war in London in den letzten Jahren im Vergleich zu anderen europäischen Städten hoch. In der Folge planten Immobilienentwickler zahlreiche neue Projekte.

Diese Entwicklung wird nun zum Problem. Laut UBS-Analysten ist die Welle an im Bau befindlichen Bürogebäuden eine große Bedrohung für Mieten und Bewertungen – schlimmer noch als das Risiko, dass Unternehmen ihre Firmensitze infolge des Brexit-Votums in andere Länder verlagern.

Londoner Immobilien verlieren an Wert

Osmaan Malik, ein Londoner Analyst von UBS, schrieb in einer Kundennotiz vom 4. August, dass die Bewertungen britischer Gewerbeimmobilien im Juli wahrscheinlich so stark eingebrochen sind wie seit Dezember 2008 nicht mehr.

Büros im Finanzbezirk City of London könnte es laut Malik mit rund minus 6 Prozent am stärksten getroffen haben. Nach Angaben des Brokers CBRE Group sanken die Büroimmobilienpreise in der City of London im Juli um 6,1 Prozent.