Umfrage So denken Fondsmanager über die Frankreich-Wahl

Die französische Präsidentschaftswahl rückt näher. Im Mai ist es soweit. Viele Investoren fragen sich: „Ist das Event eine Gefahr für die Finanzmärkte?“ In unserer Bildstrecke geben fünf Asset Manager Auskunft.

20.03.2017, aktualisiert 10.04.2017 - 14:4010.04.17 - 14:40
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Front National-Kandidatin Marine Le Pen bei einem Wahlkampfauftritt
Front National-Kandidatin Marine Le Pen bei einem Wahlkampfauftritt© Getty Images
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Weit weg von Paris sorgen sich globale Investoren um die Risiken für Anlagewerte aller Klassen, falls die EU-kritische Rechtspopulistin Marine Le Pen die Präsidentschaftswahlen in Frankreich gewinnen sollte.

Doch die größten französischen Vermögensverwalter, die zusammen ein Anlagevolumen von 2,8 Billionen Euro betreuen, halten an ihren europäischen Aktienpositionen fest. Analysten von Amundi und Axa Investment Managers stehen dem Wahlausgang besonders zuversichtlich gegenüber.

Im Zentrum der Diskrepanz steht, wie die Marktteilnehmer die Dynamik des französischen Wahlverfahrens interpretieren – von den Meinungsumfragen bis zur Koalitionsbildung nach dem zweiten und letzten Gang zur Wahlurne am 7. Mai. Umfragen sehen Le Pen, die Vorsitzende des Front National, bei der ersten Wahlrunde am 23. April als Gewinnerin und zwei Wochen später bei der zweiten Wahlrunde als Verliererin.

Französische Fondsmanager halten es zwar für möglich, dass an den Märkten Volatilität aufflackern wird. Sie gehen jedoch auch davon aus, dass am Ende ein gemäßigterer Kandidat das Rennen um die Präsidentschaft macht. Daher raten sie, dass sich Investoren wieder auf die Fundamentaldaten zurückbesinnen sollten: die Konjunkturerholung im Lande und die starken Unternehmensergebnisse.

Frankreichs Benchmark-Aktienindex CAC 40 entwickelt sich seit Jahresanfang schlechter als der deutsche Aktienindex Dax. Gleichzeitig hat sich die Renditedifferenz zwischen den zehnjährigen Staatsanleihen beider Länder so stark ausgeweitet wie seit der Staatsschuldenkrise im Euroraum 2012 nicht mehr.

Globale Investoren haben vergangenes Jahr netto 113 Milliarden US-Dollar (105 Milliarden Euro) aus europäischen Fonds abgezogen. Dieses Jahr sind bislang nur 1,3 Milliarden US-Dollar (1,2 Milliarden Euro) wieder zugeflossen, wie aus Angaben von Bank of America Merrill Lynch hervorgeht. Die Stimmung in Bezug auf französische Aktien ist so schlecht wie seit fast zwei Jahren nicht mehr und der französische Aktienindex ist laut Analysten der Bank of America Merrill Lynch der am wenigsten favorisierte. Zu Recht?

Wie die französischen Asset-Manager Amundi, AXA Investment Managers, Natixis Asset Management, La Française und BNP Paribas Investment Partners die Einflüsse der französischen Präsidentschaftswahl auf die Finanzmärkte einschätzen, erfahren Sie auf den nächsten Seiten.

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