Umfrage zur Risikoneigung Deutsche Anleger setzen verstärkt auf Aktien

So langsam kommt Bewegung in deutsche Portfolios – zumindest sagen das die Ergebnisse der diesjährigen „Global Investment Survey“ der Investmentgesellschaft Legg Mason. Deutsche Anleger wollen demnach mehr Aktien als bisher kaufen.

18.04.2016 - 17:1218.04.16 - 17:58
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Wer hätte das gedacht: Die als risikoscheu bekannten deutschen Anleger scheinen mutiger zu werden. 60 Prozent der von der Investmentgesellschaft Legg Mason im Rahmen des „Global Investment Survey“ befragten Bundesbürger gaben an, ihr Anleihen-Allokation verändern zu wollen - eine echte Trendwende.

Denn im vergangenen Jahr hielten noch 61 Prozent der Anleger an ihrer bisherigen Strategie fest. 21 Prozent der Befragten gaben an, sie würden ihr Anleihe-Engagement zugunsten von Aktien herunterfahren.

Millenials wollen stark umschichten

Anleger, die in den Achtzigern oder Anfang der Neunziger geboren wurden, stehen Veränderungen besonders offen gegenüber. 83 Prozent aus dieser Gruppe gaben an, ihr Portfolio verändern zu wollen.

„Nach der Schockstarre im vergangenen Jahr scheinen sich Anleger nun an die veränderten Bedingungen an den Märkten gewöhnt zu haben und gehen mit neuem Elan ihre Portfoliozusammensetzung an. Sehr erfreulich ist auch, dass gerade die jüngere Generation flexibler und handlungsbereiter zu sein scheint und auch neuen Lösungen für das ungewöhnliche Marktumfeld offener gegenüber steht.”

Klaus Dahmann, Niederlassungsleiter und Country Head Germany & Austria bei Legg Mason

Es leben die Aktien

83 Prozent der Befragten sind davon überzeugt, dass Aktien 2016 die beste Anlageklasse sein werden. Insbesondere auf den deutschen Aktienindex Dax werden große Stücke gehalten. Für 66 Prozent landen heimische Aktien unter den Top-Drei-Investments für die nächsten zwölf Monate. Aber auch internationale Aktien schneiden mit 59 Prozent der Stimmen gut ab.