US-Gesundheitsaktien Das Ende der Erfolgsstory?

Mit Aktien US-amerikanischer Gesundheitsfirmen machten Anleger lange Zeit gute Geschäfte. Die Kurse der Papiere stiegen in den letzten Jahren rasant. Nach der Präsidentschaftswahl könnte sich das Blatt jedoch wenden.

26.08.2016 - 11:4026.08.16 - 13:37
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Mitarbeiter des Impfstoff-Herstellers Sanofi Pasteur in einem Labor: Die Gesundheitsbranche boomte in den letzten Jahren
Mitarbeiter des Impfstoff-Herstellers Sanofi Pasteur in einem Labor: Die Gesundheitsbranche boomte in den letzten Jahren© Sanofi Pasteur

Der US-Wahlkampf geht in die heiße Phase: Republikaner und Demokraten haben mit Donald Trump und Hillary Clinton ihre Kandidaten gekürt und am 8. November wird der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt. Je näher der Termin rückt, desto mehr fragen sich Anleger, ob die Wahlen die Kurse am US-Aktienmarkt beeinflussen.

Besonders im Fokus stehen Gesundheitsaktien. Ihre Kurse stiegen in den letzten Jahren rasant: Der branchenspezifische Index Dow Jones U.S Health Care kletterte zwischen 2011 und 2016 um satte 234 Prozent.

Rückenwind erhielt die Branche besonders von der Versicherungspflicht, die US-Präsident Barack Obama im Rahmen der Gesundheitsreform „Obamacare“ einführte.

Branche im Übernahmefieber

Zudem trieben zahlreiche Fusionsspekulationen die Kurse nach oben. Im Sommer 2015 gaben der Gesundheitsdienstleister Centene und sein kleinerer Konkurrent Health Net einen geplanten Zusammenschluss für knapp 7 Milliarden US-Dollar bekannt.

Der größte US-Versicherer Aetna zog umgehend nach: Das Unternehmen will den kleineren Konkurrenten Humana übernehmen. Allein die Erklärung der Unternehmen Anfang Juli 2015 trieb die Aktie von Humana an der Frankfurter Börse um fast 20 Prozent nach oben.