US-Inflation erreicht höchsten Stand seit 2012Kleines Ruckeln beim Höhenflug der US-Aktien

Die Energiepreise als wichtige Inflationstreiber steigen, die Verbraucherstimmung in den USA ist wegen der guten Arbeitsmarktlage glänzend. Kurzfristig sind nun noch die steuerpolitischen Pläne von US-Präsident Donald Trump zu erwarten. Sie könnten der Preisteuerung weiter auf die Sprünge helfen. Die US-Notenbank wird schon bald gegensteuern müssen.

15.02.2017 - 16:37 Uhr15.02.17 16:37
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New York: Das Tauwetter bei den Preisen könnte bald die US-Notenbank auf den Plan rufen
New York: Das Tauwetter bei den Preisen könnte bald die US-Notenbank auf den Plan rufen© Getty Images

Der Preisauftrieb in den USA hat im Januar deutlich an Fahrt aufgenommen. Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums legten die Verbraucherpreise zum Vormonat um 0,6 Prozent zu. Volkswirte hatten einen halb so hohen Anstieg um 0,3 Prozent erwartet. Auf Jahressicht erhöhte sich die Preisteuerung auf 2,5 Prozent (Vormonat: 2,1 Prozent). Die Inflation in den USA ist damit auf den höchsten Stand seit März 2012 geklettert und liegt leicht über dem Zielwert der US-Notenbank von 2 Prozent.

Die Kernverbraucherpreise (ohne Energie- und Lebensmittelpreise) erhöhten sich auf Monatssicht um 0,3 Prozent und bewegten sich somit um 2,3 (Dezember: 2,2) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Ökonomen hatten lediglich eine Monatsrate von 0,2 Prozent prognostiziert.

Getrieben wurde die Preisteuerung insbesondere von den kräftig gestiegenen Energiepreisen: Sie zogen um 4,0 Prozent an, Benzin sogar um 7,8 Prozent. Deutlich schwächer fielen die Preissteigerungen bei Lebensmitteln (+0,1 Prozent) und Wohnraum (+0,2 Prozent) aus.

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