US-KongresswahlenDrei Szenarien für Anleger

Am 6. November wählen die US-Amerikaner einen neuen Kongress. Wird die Demokratische Partei das US-Repräsentantenhaus bei den Zwischenwahlen zurückerobern? Und welche Auswirkungen könnte das Wahlergebnis auf die Märkte haben? Scott Krauthamer, Global Head – Equity Product Management und Strategy beim Asset Manager AllianceBernstein (AB), gibt einen Überblick.

24.10.2018 - 12:04 Uhr24.10.18 12:04
|
Von: 
|
|
Donald Trump mit seiner Frau Melania: Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Partei eines amtierenden US-Präsidenten bei den Zwischenwahlen Sitze verliert
Donald Trump mit seiner Frau Melania: Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Partei eines amtierenden US-Präsidenten bei den Zwischenwahlen Sitze verliert© Getty Images

Wer den US-Kongress (also Repräsentantenhaus und Senat) kontrolliert, kann bedeutende politische und regulatorische Entscheidungen beeinflussen – ein Faktor, der für Anleger und Portfoliomanager nicht unbedeutend ist. Zudem können sich Wahlergebnisse auf bestimmte Sektoren des Aktienmarktes auswirken, indem sie beispielsweise einzelne Industriezweige begünstigen, etwa durch Staatsinvestitionen in Bau und Infrastruktur oder regulatorische Auflagen.

Aber ob die parteiliche Färbung des Kongresses Anlagenerträge auch langfristig bestimmen kann, ist eher anzuzweifeln. Letztendlich steht die politische Bedeutung der US-Präsidentschaftswahlen im Vordergrund. Eine Fülle von Analysen zeigt: Es gibt keine erhebliche Korrelation zwischen der Partei, die im Weißen Haus die Kontrolle hat, und der Höhe der Aktienerträge.

Wir haben drei Szenarien für die Wahlausgänge im November erstellt und ihre potenziellen Auswirkungen auf die US-Kapitalmärkte analysiert. Folgende Möglichkeiten ergeben sich aus den unterschiedlichen Konstellationen:

1. Szenario: Ein gespaltener Kongress