US-Notenbank Leitzins bleibt beim Alten

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) lässt die Anleger weiter zappeln. Auch bei der sechsten Sitzung in diesem Jahr lautet der Beschluss: Fed-Vorsitzende Janet Yellen und ihre Kollegen werden die Zinsen nicht erhöhen.

22.09.2016 - 12:2322.09.16 - 14:08
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0,25 bis 0,5 Prozent – in diesem Rahmen verbleibt der Leitzins für die Vereinigten Staaten. Bereits zum sechsten Mal haben die Notenbanker mit einer Zinsanhebung gezögert. Ihre Begründung: Die Investitionen in die Wirtschaft bleiben weich, die Inflation ist nicht ausreichend gestiegen und auch die Signale von den Weltmärkten bleiben gemischt.

„Wir waren der Ansicht, dass es vernünftiger ist, noch abzuwarten.”

Janet Yellen, Vorsitzende der Federal Reserve

Dabei gibt es gute Gründe für eine Zinsanhebung. So betonte Fed-Mitglied Eric Rosengren: „Infolge langfristig niedriger Notenbankzinsen kann es zu einer Überhitzung des Marktes für Gewerbeimmobilien kommen“.

Im Dezember könnte es dann soweit sein, das ließen die Mitglieder des Offenmarktausschusses anklingen. Auch die Märkte haben einen Zinsanstieg im Dezember eingepreist, beobachtete Mike Read vom Händler-Netzwerk Pelican in London. Ob sich die Lage angesichts der wachsenden Unsicherheiten deutlich verbessern und die Voraussetzungen für eine Zinsanhebung der Fed schaffen wird, bleibt aber abzuwarten. Vor allem die ausstehenden Brexit-Verhandlungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union bereiten Investoren weiterhin Sorgen.