US-Schuldengrenze „Wenn Trump nicht bald liefert, wird die Enttäuschung groß sein“

Erinnern Sie sich: vor ziemlich genau eineinhalb Jahren hat der US-Kongress die Schuldengrenze für die USA ausgesetzt. Mit Frist bis zum 15. März 2017. Und nun kommt der 15. März in wenigen Tagen. Was bedeutet das?

09.03.2017 - 15:0309.03.17 - 15:28
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Ulrich Harmssen, Direktor Investmentfonds Apella AG
Ulrich Harmssen, Direktor Investmentfonds Apella AG

Der Tag bedeutet das Ende des Schulden-Aufschubes vom damaligen US-Präsidenten Barack Obama und dem damaligen Sprecher des Repräsentantenhauses John Boehner aus dem Oktober 2015. Die Defizitgrenze wird dann bei 20 Billionen US-Dollar eingefroren. Deshalb könnte der Regierung Trump schon bald das Geld ausgehen.

Nun mag man argumentieren, dass der US-Kongress doch von den Republikanern dominiert sei. Richtig! Aber traditionell sind die Republikaner eher gegen eine Ausweitung der Schulden. Und etliche Republikaner haben noch eine Rechnung mit Trump offen.

Hohes Enttäuschungspotenzial bei Trump

Im Kontext mit den Plänen von Trump für das eine Billionen US-Dollar schwere Infrastrukturprogramm, erhöhten Ausgaben für Rüstung und den Plänen für umfassende Steuersenkungen fragt man sich: Wie passt das alles zusammen?

Noch eigenartiger aber finde ich, dass in den Medien über die Bedeutung des 15. März für die USA bislang kaum etwas zu lesen war. Es könnte den Börsen durchaus heiße Tage bevorstehen. Denn: die jüngste Rallye an den Aktienmärkten beruht in großen Teilen auf Vorschusslorbeeren auf Trumps Pläne. Und wird nicht bald auch in dieser Hinsicht geliefert, ist das Enttäuschungspotential groß, sehr groß...