Vermögensverwalter-UmfrageEurozone bleibt auf Erholungskurs

Investmentexperten erwarten DAX-Anstieg um 6 Prozent bis Ende 2018. Große Sorgen für die Weltwirtschaft bereiten nicht die USA oder China, sondern Italien. Der Rat: Diszipliniert an Gold, Sachwerten und internationaler Streuung festhalten.

17.01.2018 - 11:25 Uhr17.01.18 11:25
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Silvio Berlusconi (81) will seine Partei Forza Italia zum Sieg bei der Parlamentswahl führen:  „Mit meiner Regierung hatte ich es geschafft, die afrikanischen Küsten unter Kontrolle zu bringen. Besonders in Libyen mit Oberst Muammar al-Gaddafi“
Silvio Berlusconi (81) will seine Partei Forza Italia zum Sieg bei der Parlamentswahl führen: „Mit meiner Regierung hatte ich es geschafft, die afrikanischen Küsten unter Kontrolle zu bringen. Besonders in Libyen mit Oberst Muammar al-Gaddafi“ © Getty Images

Die unabhängigen Vermögensverwalter blicken erwartungsfroh in das Anlagejahr 2018. Bei der jährlich von Universal-Investment, größte unabhängige Investmentgesellschaft im deutschsprachigen Raum, zum Jahresende 2017 durchgeführten Umfrage haben führende Investmentexperten eine Erhöhung des DAX um 6 Prozent und des EURO STOXX sogar um 13 Prozent bis Ende 2018 vorhergesagt.

Auch bei Rohstoffen und Edelmetallen sehen die Befragten gute Renditechancen. Sowohl für WTI-Rohöl, Gold als auch für Silber prognostizieren sie Zuwächse im Jahresverlauf von 14 bis 16 Prozent.

Die europäischen Finanzmärkte dürften von weiterhin niedrigen Zinsen profitieren, drei von vier der Anlageprofis rechnen mit einem weiterhin sehr niedrigen EZB-Leitzins von unter einem Prozent. „Mehr als die Hälfte schätzen das Wachstum 2018 auf ein bis zwei Prozent, was sich wiederum positiv auf den DAX auswirken dürfte“, so Katja Müller, Mitglied der Geschäftsleitung von Universal-Investment. Zudem gehen die Befragten einstimmig davon aus, dass die Inflation in der Euro-Zone anziehen wird.

Aktien der Industrienationen bei Investoren auf Platz eins

Bei der Wahl der Anlageklassen stehen weiterhin die Aktien der Industrienationen mit deutlichem Abstand auf Platz eins, gefolgt von Renten der Industrienationen, Aktien sowie Renten der Schwellenländer, Immobilien sowie Gold und andere Edelmetalle. Für Rainer Beckmann von ficon börsebius Invest sind Gold und Silber sogar das Maß aller Dinge.

Während die genannten Anlageklassen in der Gunst der Vermögensverwalter ganz vorn stehen, rangieren nachhaltige Investments an letzter Stelle, auch wenn Karsten Kührlings von der GLS Bank der Überzeugung ist, das grüne Geldanlagen die Zukunft bestimmen werden.

Die Mehrzahl der Befragten befürworten, dass Aktien insgesamt die Hälfte des Portfolios ausmachen sollten, drei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. „In den kommenden Jahren wird aktives Risikomanagement wichtiger denn je. Dabei gilt es auch diszipliniert am Gold, Sachwerten und internationaler Streuung festzuhalten“, so Jürgen Mehrbreit von der UNIKAT Vermögensverwaltung. Und Andreas Heinrich von Hansen & Heinrich ergänzt: „Aktien sollten gegenüber Renten übergewichtet werden“.

Die Profi-Empfehlungen für die Aufteilung der Depots nach Anlageklassen

 

Quelle: Universal-Investment