Währungs-InvestmentsSo beurteilt Kames Capital das britische Pfund

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24.01.2017 - 09:55 Uhr24.01.17 09:55
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Für das GBP deutet vieles auf eine Konsolidierung hin. Wir stehen der Währung angesichts der Wachstumsrisiken, der geringeren Kapitalzuflüsse und der politischen Unsicherheit weiterhin negativ gegenüber. Das Pfund Sterling ist zwar billig, aber noch nicht billig genug, um in Anbetracht der oben erwähnten Risiken Kapital anzuziehen.

US-Dollar im Aufwind

Im Gegensatz dazu rechnen wir mit einem grundsätzlich weiterhin starken US-Dollar. Mittelfristig erwarten wir eine weitere Kräftigung der US-Konjunktur, sobald die Regierung um Präsident Donald Trump bedeutende fiskalpolitische Maßnahmen beschließt. Wir gehen davon aus, dass diese jedoch spärlicher ausfallen als im Wahlkampf angekündigt. Außerdem dürften die US-Anleiherenditen mit Blick auf höhere Inflationserwartungen geringfügig steigen. Der US-Dollar wird sich gegenüber dem Pfund Sterling vermutlich mittelfristig in einer relativ engen Handelsspanne von 10 Cent zwischen 1,20 und 1,30 bewegen – mit zeitweiligen Phasen instabiler Wechselkurse infolge möglicher politischer Entwicklungen in Großbritannien, den USA und Europa. Mit Vorsicht würden wir jedoch einen Rückgang des Wechselkurses GBP/USD auf unter 1,20 betrachten.

GBP valuation

Für den Euro stellt die politische Unsicherheit die größte Sorge dar. Wir sehen zwei mögliche Szenarien, die sich jedoch nur sehr schwer vorhersagen lassen: Erstens einen drastischen Ausverkauf des Wechselkurspaares EUR/GBP, sollten sich die europäischen Wähler populistischen Bewegungen zuwenden; die Risikoprämie für EUR/GBP könnte verschwinden und der Wechselkurs auf Werte um 0,75 sinken.  Zweitens besteht die hohe Wahrscheinlichkeit einer Erholung des Wechselkurspaares EUR/GBP, sollte Großbritannien einer höheren Inflation und der Euro geringerem politischen Gegenwind ausgesetzt sein.

Gareth Gettinby, Investment Analyst im Multi-Asset-Team von Kames Capital