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Was Investoren weltweit bremst Die Infrastruktur-Lücke

Menschen aus entwickelten Ländern können es sich kaum vorstellen: An manchen Orten der Welt hat die Bevölkerung weder Zugang zu sauberem Wasser noch zu Sanitär-Einrichtungen oder Strom. Experten skizzieren eine Krise, die in unseren Breitengraden aus den Schlagzeilen meist verdrängt wird.

15.07.2016 - 17:20 Uhr | Von:  in Infrastruktur

Man sieht sie nicht und kaum jemand berichtet darüber: Eine der schlimmsten Wirtschaftskrisen der Welt geht in der Berichterstattung rund um Brexit, Niedrigzins und China-Krise völlig unter. Dabei ist sie – zumindest in den ärmeren Regionen der Welt – eigentlich nicht zu übersehen.

Die Rede ist von der Infrastruktur-Lücke. Weltweit werden rund 2,3 Billionen Euro pro Jahr in Transportnetze, Energie, Wasser und Telekommunikation investiert. Das sind 3,5 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die Summe reicht jedoch nicht aus, um Verkehrschaos und Stromausfälle zu verhindern. Um mit dem erwarteten Wirtschaftswachstum bis 2030 Schritt zu halten, müssten jährlich knapp drei Billionen Euro für Infrastruktur aufgewendet werden. Das wären 3,8 Prozent des BIP.

Deutsche Kommunen auf Sparkurs

Im Vergleich der G20-Staaten investiert Deutschland prozentual am wenigsten: Zwischen 2008 und 2013 waren es durchschnittlich nur zwei Prozent des BIP. Um den Bedarf bis 2030 zu decken, müsste Deutschland jährlich zusätzlich 0,4 Prozent des BIP in Infrastruktur investieren. Bis 2030 wären das insgesamt 160 Milliarden Euro. Das haben Analysten des McKinsey Global Institute (MGI) in einer Studie mit dem Titel „Bridging Global Infrastructure Gaps“ errechnet.