Wenig Bewegung bei US-Konjunkturindikatoren Die Depotverstärkung wird Immobilieninvestitionen vorgezogen

Das US-Bruttoinlandsprodukt und die privaten Konsumausgaben haben sich verbessert. Anlageinvestitionen hingegen legen sehr eindrucksvoll zu. Wirtschaftsnobelpreisträger Robert Shiller warnt vor einer Blase.

28.07.2017 - 16:4028.07.17 - 17:02
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Robert J. Shiller: Der Wirtschaftsnobelpreisträger und Yale-Professor wittert Ungemach an den Märkten
Robert J. Shiller: Der Wirtschaftsnobelpreisträger und Yale-Professor wittert Ungemach an den Märkten© Getty Images

Das zweite wichtige Ereignis dieser Woche nach dem Zinsentscheid der US-Notenbank ist die Veröffentlichung der Zahlen zum Wirtschaftswachstum in den USA im zweiten Quartal 2017: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) erhöhte sich gegenüber dem Vorquartal um 2,6 Prozent, gibt das Bureau of Economic Analyses (Bea) bekannt. Volkswirte hatten ein Wachstum von 2,7 Prozent erwartet, nachdem die US-Wirtschaft im Vorquartal nur um 1,2 Prozent gewachsen war.

Gestützt wird die konjunkturelle Entwicklung in den USA von den privaten Konsumausgaben: Die Ausgaben der Verbraucher kletterten um 2,8 Prozent. Analysten hatten lediglich einen Zuwachs von 1,9 Prozent erwartet. Zum Vergleich: Der US-Außenhandel lieferte nur einen Wachstumsbeitrag von 0,18 Prozentpunkten zum BIP-Anstieg.

Anlageinvestitionen wurden aufgestockt

Doch nicht nur dem Konsum haben die US-Amerikaner verstärkt gefrönt. Mehr Geld haben sie auch in Anlageinvestitionen gesteckt. Den Wohnungsbau außen vor gelassen, machten die in Aktien, Fonds & Co investierten Gelder einen eindrucksvollen Sprung von 5,2 Prozent. Angesichts hoher Preise und der Aussicht auf steigende Zinsen in den USA fielen die Wohnbauinvestitionen hingegen um 6,8 Prozent – der deutlichste Rückgang seit 2010.

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