Bitcoin und Co. übers Girokonto handeln Wenn’s um Kryptowährungen geht – Sparkasse?

Die Sparkassengruppe möchte ihren 50 Millionen Kund:innen den Handel mit Bitcoin und Co. ermöglichen. Bis 2022 will sie mit einer eigenen Krypto-Wallet auf dem Markt mitmischen.

14.12.2021, aktualisiert 16.12.2021 - 09:5416.12.21 - 09:54
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Sparkassenfiliale in Hamburg
Sparkassenfiliale in Hamburg: Die Finanzgruppe prüft derzeit den Handel von Kryptowährungen übers Girokonto © Imago Images / bonn-sequenz

Die traditionelle Bankenbranche ist nicht gerade als treibende Kraft der Digitalisierung bekannt – Stichwort paydirekt, mit dem die deutschen Banken dem Bezahldienstleister Paypal Konkurrenz machen wollten. Doch nun arbeitet ein Team vom IT-Dienstleister S-Payment, ein Mobile-Payment-Spezialist der Sparkassengruppe, an einer eigenen Krypto-Wallet, also einen digitalen Geldbeutel, in dem Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether und Co. aufbewahrt werden können. Darüber berichtete zuerst das Online-Portal Finance Forward.

Sollte die Wallet Realität werden, könnten knapp 50 Millionen Sparkassen-Kund:innen ganz einfach via Girokonto Kryptowährungen ohne komplizierte Authentifizierungsverfahren bei Drittanbietern kaufen und verkaufen. Damit könnte die Sparkassengruppe dem US-Anbieter Coinbase Konkurrenz machen und dem US-Bezahldienstleister Paypal, der sein Krypto-Feature bislang nicht für den deutschen Markt freigeschaltet hat.

Investments in Kryptowährungen

„Das Interesse an Krypto-Assets ist enorm, das sieht auch die Sparkassen-Finanzgruppe“, sagte Verbandssprecher Alexander Hartberg gegenüber dem Handelsblatt. Bis die 372 Sparkassen ein entsprechendes Produkt aber womöglich anbieten, dürften noch einige Monate vergehen. Zunächst müssten, wie bei allen gruppenweiten Plänen, die Mitglieder abstimmen. Eine endgültige Entscheidung sei für das erste Halbjahr 2022 in den Gremien der Sparkassen-Gruppe geplant.

Falls das Projekt Realität werden sollte, dürfte der einfache Einstieg in den Krypto-Markt den Investorenkreis schlagartig wachsen lassen. Wer über den Kauf von Kryptowährungen nachdenkt, sollte aber ihre hohe Schwankungsanfälligkeit bedenken: Anfang des Jahres war ein Bitcoin rund 30.000 US-Dollar wert. Im April waren es schon mehr als 60.000 US-Dollar – bevor er im Juli wieder unter 30.000 US-Dollar fiel. Im November kratzte er dann sogar an der 70.000 US-Dollar-Marke, bevor es wieder abwärts ging – auf aktuell 41.600 US-Dollar (Stand: 14. Dezember 2021).

Ihr habt keine Lust zu warten und wollt schon heute in Kryptowährungen investieren? Hier erfahrt ihr, was es dabei zu beachten gibt. Oder habt ihr sogar schon welche? Dann könnt ihr bei uns nachlesen, wie ihr sie möglichst sicher aufbewahrt!