Wetten auf AirlinesGroßinvestor Warren Buffett begibt sich in luftige Höhen

Warren Buffett, Milliardeninvestor und Wall-Street-Schnäppchenjäger, überrascht die Öffentlichkeit immer wieder mit ausgefallenen Investment-Ideen. Aktuell konzentriert er sich auf Airlines. Die Gründe erfahren Sie hier.

28.02.2017 - 16:57 Uhr28.02.17 16:57
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Warren Buffett, US-Starinvestor und Vorsitzender der Holding-Gesellschaft Berkshire Hathaway
Warren Buffett, US-Starinvestor und Vorsitzender der Holding-Gesellschaft Berkshire Hathaway© Getty Images

Warren Buffett ist immer für eine Überraschung gut. Im Moment stehen Flugzeuge ganz oben auf der Einkaufsliste des 86-jährigen US-Großinvestors. Buffetts Entscheidung, Beteiligungen an den vier größten Fluggesellschaften der USA aufzubauen, könnte letztlich ein erster Schritt für eine Komplettübernahme eines der Konzerne sein. Das zumindest glauben einige Finanzanalysten.

„Wir sehen eine vollumfängliche Übernahme einer Airline durch Buffets Investment-Gesellschaft Berkshire Hathaway als eine Möglichkeit, die man nicht von der Hand weisen sollte – besonders dann nicht, wenn die Kurse sinken”, schreiben Analysten von Morgan Stanley um Rajeev Lalwani in einer Kundennotiz.

Mitarbeiter des US-Finanzdienstleisters Cowen & Co. erklären gegenüber Investoren ebenfalls, dass sie die Möglichkeit, dass Buffett eine Fluggesellschaft kauft, nicht ausschließen. „Jedes Jahr gibt es Überraschungen in der Branche“, schreibt Analystin Helane Becker in einer Notiz. „In diesem Jahr glauben wir, dass eine Überraschung darin bestehen könnte, dass eine große Airline übernommen wird, möglicherweise von Berkshire.“

US-Airlines auf der Einkaufsliste

Berkshire ist bereits im zweiten Halbjahr 2016 in großem Umfang bei Fluggesellschaften eingestiegen. Sie wurde zu einem der beiden Top-Aktionäre bei Delta Air Lines, United Continental Holdings, American Airlines Group und Southwest Airlines Co.

Angesichts von Buffetts Skepsis gegenüber dem Sektor in der Vergangenheit wurden Beobachter von diesem Schritt überrascht. Berkshires Vice Chairman Charles Munger brachte jedoch bereits die neue Einstellung seines Unternehmens zur Branche mit dem Wandel bei Eisenbahngesellschaften vor einem Jahrzehnt in Verbindung.

„Es war rund 80 Jahre lang ein schlechtes Geschäft“, sagte der 93-jährige Munger vergangene Woche bei einer Veranstaltung in Los Angeles. „Doch schließlich reduzierten sie es auf vier große Eisenbahngesellschaften und es war ein besseres Geschäft. Und etwas Ähnliches passiert bei den Fluggesellschaften.“