Whisky-Exporte Schottische Hersteller fürchten Brexit

Whisky spielt für die schottische Exportindustrie eine enorm wichtige Rolle. Wenn Großbritannien die EU verlässt, wird es schwierig für die Brennereien auf der Insel. Denn dann können sie das Ausland nicht mehr so leicht beliefern.

12.02.2016, aktualisiert 15.02.2016 - 17:1915.02.16 - 17:19
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Quelle: Bloomberg
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In Schottland wächst die Sorge, Großbritannien könne die Europäische Union verlassen. Die Whisky-Brennereien befürchten, dass durch einen "Brexit" der hart erarbeitete Zugang zu Märkten verloren gehen könnte, zudem würde der Preis für die Spirituose im Ausland steigen und die Exporte sinken. Wie französischer Wein und Cognac kann auch Whisky innerhalb der EU frei verkauft werden. Zudem hat der weltgrößte Wirtschaftsblock lukrative Handelsdeals mit Schwellenländern abgeschlossen.

„Wir haben eine klare Haltung, wir sind für ein Verbleiben Großbritanniens in der EU. Man fährt mit einem Freihandelsabkommen besser, wenn man mehr Einfluss hat, und die EU hat davon jede Menge.”

Ivan Menezes, Chef von Diageo Plc, zu denen Marken wie Johnnie Walker oder die Single-Malt-Anbieter Dalwhinnie und Lagavulin gehören

Schottland exportiert jede Menge Whisky

Schottlands Whisky-Herstellung ist alles andere als eine kleine Branche: Die Spirituose ist mit weitem Abstand das wichtigste Exportgut im Bereich Getränke und Lebensmittel Großbritanniens. Das jährliche Exportvolumen beläuft sich auf mehr als vier Milliarden Pfund Das entspricht 5,2 Milliarden Euro. 10.000 Mitarbeiter in 115 Destillerien sind in der Branche tätig, wie aus Daten der Branchenvereinigung Scotch Whisky Association in Edinburgh hervorgeht. Der Verband hat sich bereits 2014 gegen einen Austritt Schottlands aus Großbritannien ausgesprochen und dabei auch darauf verwiesen, dass größer besser ist.