Sie besuchen der fonds mit einem veralteten Internet Explorer. Darstellung und Nutzungserlebnis sind deshalb nicht optimal.
Aktuelle Version kostenlos herunterladen »
Informieren, Depot eröffnen und Kurse checken – alles per Smartphone

Investieren für Einsteiger Wie Börseneinsteiger bereits mit kleinen Summen Geld verdienen

Die Immobilienpreise steigen, die Zinsen sinken und das eigene Bankkonto ist nicht gerade prall gefüllt: Viele Berufseinsteiger wollen sich fürs Alter finanziell absichern, ohne dafür horrende Summen zu investieren. Mit Sparplänen kann auch aus kleinen Beträgen ein Vermögen wachsen.

15.03.2021 - 12:07 Uhr | in News

Reich und risikoverliebt: So lautet eins von vielen Klischees, die über Börsianer im Umlauf sind. Allerdings muss man keineswegs Geld im Überfluss haben, um an den Kapitalmärkten erfolgreich zu sein. Mit Sparplänen können auch Studenten, Auszubildende oder Berufseinsteiger regelmäßig kleinere Summen in ETFs (engl. Exchange Traded Funds, börsengehandelte Indexfonds) oder Investmentfonds investieren und damit schon ab 25 Euro monatlich langfristig ein Vermögen aufbauen. Einige Banken bieten alternativ auch quartalsweise oder halbjährliche Sparintervalle an, um den Bedürfnissen ihrer Kunden gerecht zu werden.

Cost-Average-Effekt: Sicherheit und sinkende Kosten

Der große Vorteil: Ein ETF-Sparplan kann jederzeit gestartet, gestoppt oder angepasst werden. Auf diese Weise bleiben Anleger flexibel, wenn ihre Lebensplanung sich kurzfristig ändert, mehr Geld hereinkommt oder das Geld mal knapp ist, weil es anderweitig gebraucht wird.

Solange im Rahmen des Sparplans allerdings regelmäßig Aktien und andere Wertpapiere gekauft werden, können Anleger sich ganz entspannt zurücklehnen und den sogenannten Cost-Average-Effekt für sich arbeiten lassen. Denn aufgrund des festen monatlichen Betrags werden bei fallenden Kursen mehr und bei steigenden Kursen weniger Anteile gekauft, sodass der Durchschnittspreis der erworbenen Titel langfristig sinken sollte.

Lass die Zinsen arbeiten

Hinzu kommt, dass sich Anlageziele mit Sparplänen deutlich schneller realisieren lassen als mit Tages- oder Festgeldkonten. Grund ist der Zinseszinseffekt, dessen Wirkung sich mit dem exponentiellen Wachstum der Corona-Zahlen vergleichen lässt. Doch während im Verlauf der Pandemie eine höhere Zahl an Infizierten dazu führt, dass immer mehr gesunde Menschen angesteckt werden und die Zahl der Virusträger exponentiell steigt, hat das exponentielle Wachstum bei Sparplänen sehr willkommene Auswirkungen.

Denn während viele Banken aktuell nur noch, wenn überhaupt, 0,1 Prozent Zinsen gewähren, haben Indexfonds, die die Wertentwicklung des Weltaktienindex MSCI World abbilden, in den vergangenen 44 Jahren auf Eurobasis im Schnitt 7,4 Prozent Rendite abgeworfen – jährlich, wohlbemerkt. Wenn man davon ausgeht, dass dieser Durchschnitt auch in Zukunft erreicht wird und die jährlich erwirtschaftete Rendite sofort reinvestiert wird, könnten aus 1.000 Euro Startkapital innerhalb von zehn Jahren 2.041,94 Euro werden. Der Vergleich mit einer Sparanlage schockt hier geradezu: Würde das gleiche Geld auf einem Tagesgeldkonto mit 0,1 Prozent Jahreszins liegen, gewinnt man im gleichen Zeitraum gerade einmal 10,05 Euro hinzu. Genau besehen, bleibt es aber nicht einmal dabei: Durch die Inflation, die derzeit aufgrund der Pandemiefolgen bei moderaten 1,3 Prozent liegt, wird schleichend die Kapitaleinlage entwertet. Deutschlands Wirtschaftsweise warnen, dass zukünftig Inflationsraten von 3 bis 4 Prozent nicht undenkbar sind.

Daher zurück zu unserem Renditebeispiel: Wer per Sparplan monatlich 50 Euro investiert, freut sich bei einer Rendite von 7 Prozent nach zehn Jahren über rund 8.600 Euro. Wer als junger Mensch monatlich 50 Euro investiert – über dreißig Jahre hinweg also insgesamt 18.000 Euro für den Ruhestand einzahlt, blickt schlussendlich sogar auf fast 59.000 Euro im Depot.

Was brauche ich?

Wer sein Geld in Fonds oder Aktien investieren möchte, braucht dafür zuallererst ein Depot. Privatanleger, die mit Wertpapieren handeln möchten, können ein Wertpapierdepot bei Banken oder anderen Finanzdienstleistern wie Online-Brokern eröffnen.

Welcher Depotanbieter zu einem passt, hängt auch mit der eigenen Anlagestrategie zusammen. Zu den Faktoren, auf die man achten sollte, gehören Service und Beratung, Kostentransparenz sowie die angebotene Auswahl an Fonds, ETFs und Sparplänen. Beliebt und günstig sind zum Beispiel Trade Republic, Comdirect oder Flatex.