Sicher ist sicher Wie die Deutschen anlegen – und was sie scheuen

Die Deutschen sind ein Volk passionierter Sparer. Dass angesichts der heute extrem niedrigen Zinsen Sparbücher alles andere als lukrativ sind, scheinen viele zu „überhören“. Was die Bundesbürger daran hindert, sich in Aktien und Fonds zu engagieren und warum Mischfonds eine weise Entscheidung sind – eine Grundlagen-Analyse

27.06.2016, aktualisiert 19.08.2016 - 16:5019.08.16 - 16:50
|
Von: 
|
|

Die Schweden tun es, die Schweizer tun es, und vor allem die US-Amerikaner und Australier – die Deutschen allerdings eher weniger. Die Rede ist von der Geldanlage in Aktien und Fonds. Der Durchschnittsdeutsche besitzt laut dem diesjährigen BVI-Bericht ein Investmentfonds-Vermögen von 27.473 Euro und belegt damit nur Platz Fünf im internationalen Vergleich.

Das liegt sicherlich nicht am Geldmangel, denn im Sparen sind die Bundesbürger Weltmeister. Statt in Aktien und Fonds wird das Ersparte jedoch überwiegend in traditionelle Produkte wie Sparbücher und Lebensversicherungen angelegt. Im Jahr 2015, so hat das Statistik-Portal Statista analysiert, legten 64,9 Prozent der Bevölkerung ihr Geld auf einem Sparbuch an, gefolgt von Immobilien. Anteile an Investmentfonds besaßen lediglich 8 Prozent der Befragten, bei Aktien waren es 7,3 Prozent.

Dabei sind die gegenwärtigen Zinsen extrem niedrig, sodass der Wohlstand der Sparer überhaupt nicht gemehrt wird. Sparer können sogar ihr Geld loswerden, wenn Banken entscheiden, die Negativzinsen an ihre Kunden weiterzugeben.