Welternährungstag Wie Lebensmittelverschwendung der Umwelt schadet

Die Ernährung der Weltbevölkerung stellt die Menschheit vor immer größere Herausforderungen. Während 815 Millionen Menschen täglich Hunger leiden, landen 17 Prozent der produzierten Lebensmittel im Müll. Dabei könnte weniger Verschwendung nicht nur den Hunger eindämmen, sondern auch zum Klimaschutz beitragen.

Wochenmarkt in München
Wochenmarkt in München: Wer bewusster einkauft, kann bereits einen Beitrag zur Verringerung von Lebensmittelverschwendung leisten© IMAGO / Ralph Peters

Jüngsten Prognosen zufolge werden 2050 gut 9,7 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Das sind etwa zwei Milliarden mehr als heute. Durch das Bevölkerungswachstum steigt die Nachfrage nach Nahrung, Energie und Rohstoffen. Das World Ressource Institute hat berechnet, dass die Nahrungsmittelproduktion um 56 Prozent anwachsen müsste, damit in 30 Jahren alle Menschen ausreichend versorgt werden können.

Um auf diese Problematik aufmerksam zu machen und zu einem bewussteren Umgang mit Nahrungsmitteln anzuregen, findet seit 1979 jedes Jahr am 16. Oktober der Welternährungstag (Welthungertag) statt.

Warum es wichtig ist, Lebensmittelverluste und -abfälle zu verringern

Denn: Von der Ernte bis zum Einzelhandel gehen weltweit etwa 14 Prozent der Lebensmittel entlang der Versorgungskette verloren. Darüber hinaus werden 17 Prozent aller Nahrungsmittel, die den Verbraucher erreichen, verschwendet (11 Prozent in Haushalten, 5 Prozent in der Gastronomie und 2 Prozent im Einzelhandel). Den Vereinten Nationen zu Folge sind das je Verbraucher etwa 74 Kilogramm pro Jahr. Mit den Lebensmitteln, die wir in den Müll werfen, werden auch die Ressourcen verschwendet, die zu ihrer Herstellung genutzt wurden – einschließlich Wasser, Land, Energie, Arbeit und Kapital.

Aber nicht nur das: Beim Transport, für die Weiterverarbeitung, Verpackung und Zubereitung von Nahrung werden tonnenweise Treibhausgase freigesetzt – völlig umsonst, wenn die Lebensmittel nie gegessen werden. Zudem führt auch die Entsorgung der Lebensmittel zu unnötigen Treibhausgasemissionen und trägt damit zum Klimawandel bei. Knapp 8 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen schreibt die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) der Lebensmittelverschwendung zu. Verluste und Abfälle können sich des Weiteren auch negativ auf die Ernährungssicherheit und die Verfügbarkeit auswirken und zu einer Verteuerung beitragen.

Investmentchancen

Noch bleiben neun Jahre, um das Nachhaltigkeitsziel 12 (Sustainable Development Goals, SDG), verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster, zu erreichen. Dafür sollen bis 2030 weltweit die Lebensmittelabfälle pro Kopf sowohl im Handel als auch auf Konsumentenebene halbiert werden.

Anleger, die etwas für die Verringerung der Lebensmittelverschwendung  tun wollen, können eine nachhaltigere Produktion mit Investments in Fonds, ETFs und Aktien unterstützen.

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