Zehn Jahre Phaidros Funds – Balanced „Man muss nicht jeder Aufregung hinterherlaufen“

Der erste Fonds der Phaidros-Funds-Familie, kurz vor der Finanzkrise aufgelegt, strebt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Risiko und Rendite an. Georg Graf von Wallwitz über vorübergehende Krisen, anhaltende Unsicherheiten und nachhaltige Erfolge.

15.06.2017 - 09:4615.06.17 - 10:38
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Donald Trump und Jack Ma, Chef der chinesischen Alibaba-Gruppe: „Der Trend zum E-Commerce wird uns auch die nächsten zehn Jahre begleiten“
Donald Trump und Jack Ma, Chef der chinesischen Alibaba-Gruppe: „Der Trend zum E-Commerce wird uns auch die nächsten zehn Jahre begleiten“© Getty Images

der fonds: Herr von Wallwitz, der Phaidros Funds – Balanced, der älteste Fonds der Phaidros Fondsfamilie, ist jüngst zehn Jahre alt geworden: An welche großen Herausforderungen als Fondsmanager erinnern Sie sich?

Georg Graf von Wallwitz: Der Start war mühsam: Zwei Monate vor der Auflage des Fonds hatten die Börsen Höchstkurse erreicht. Im Sog der Finanzkrise sind in den ersten beiden Jahren die Kurse immer nur gefallen. Mit Blick auf den Markt und die Kundenbetreuung war das eine veritable Herausforderung.

Die Eurokrise ab dem Jahr 2010 stellte das Fondsmanagement dann wieder vor große Aufgaben. Die vergangenen zehn Jahre waren von immer neuen Krisen geprägt. Dadurch mussten wir wiederholt nachweisen, dass wir die Vermögensverwaltung auch in schwierigen Zeiten zum guten Erfolg führen. Das ist unser Selling-Point: Wir sind nicht nur wie viele andere Vermögensverwalter lediglich im Bullenmarkt gut, sondern liefern auch in bärischen Zeiten eine beruhigende Performance.

Der Wettbewerb im Bereich Multi-Asset ist härter geworden. Wie haben Sie es geschafft, die Zuflüsse in den Phaidros Funds – Balanced seit Auflage um den Faktor acht auf aktuell 282 Millionen zu steigern?

Wallwitz: Das Fondsvolumen ist eigentlich erst seit 2012 signifikant gestiegen. Ganz klar, man braucht erst einmal den Track-Record. Die Performance ist gut, Morningstar schmückt uns jetzt mit fünf Sternen. Wir haben unsere Risiken im Griff. Und vor allem: Wir haben den Kunden nichts versprochen, was wir am Ende nicht halten konnten. Das baut Vertrauen auf.

Was hat 2012 den Impuls für größere Zuflüsse gegeben?

Wallwitz: Der Track-Record zählt. Wir haben damals auch den Vertrieb aufgebaut, denn Fonds sind etwas, das sich nicht von selbst verkauft. Der Mensch wacht nicht morgens auf und denkt – hm, ich brauche einen Fonds. Für die Vermarktung bedarf es einer guten Vertriebsstruktur.