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Touristen und Kauflustige in der Passage Vittorio Emanuele in Mailand: Die Eurozone-Wirtschaft wächst schon im fünfzehnten Quartal in Folge

ZEW-Index Vorsichtiger Optimismus

Abwartend verhalten sich Börsen- und Finanzexperten derzeit. Zwar ist der ZEW-Index zu den Konjunkturerwarten gestiegen, bleibt aber noch weit unter seinem Mittelwert. Die Marktbeobachter von J.P. Morgan Asset Management wittern derweil Kaufchancen.

14.03.2017 - 15:27 Uhr | Von:  in Research

Die Stimmung der vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) befragten Börsen- und Finanzexperten ergibt in den Monaten des Jahresauftakts ein uneinheitliches Bild. Im März erhöhte sich der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen für Deutschland auf 12,8 Punkte von 10,4 Punkten im Februar. Volkswirte hatten einen Sprung auf 13,0 Punkte erwartet. Im Februar hingegen hatte sich der Index aufgrund vorrangig politischer Risiken im Vergleich zum Januar, als 16,6 Punkte ermittelt wurden, deutlich verschlechtert. Trotz des jüngsten Zuwachses bleibt die Stimmung bei Börsen- und Finanzexperten gedämpft: Der Indexstand rangiert im März weiterhin deutlich unter seinem langfristigen Mittelwert von 23,9 Zählern.

Der Index zur Einschätzung der aktuellen Konjunkturlage in Deutschland verbesserte sich kaum: Er erhöhte sich minimal auf 77,3 (erwartet: 77,2 Punkte) von 76,4 Punkten im Vormonat.

Politische Risiken drücken auf die Stimmung

„Die geringe Aufwärtsbewegung der ZEW-Konjunkturerwartungen zeigt die derzeitige Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Konjunktur an“, interpretiert ZEW-Präsident Achim Wambach die Zahlen. Die Marktkenner seien nach mehrmaligem bösen Erwachen im vergangenen Jahr im Zuge von Brexit und Trump-Wahl vorsichtig geworden: „Die von den bevorstehenden Wahlen in einigen EU-Ländern ausgehenden politischen Risiken halten die Unsicherheit für die deutsche Wirtschaft nach wie vor auf einem relativ hohen Niveau“, verleiht Wambach den Sorgen der Marktteilnehmer Ausdruck.